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Obwohl Mozilla Thunderbird für Android nicht von Grund auf neu baut, braucht es bis zum finalen Release noch etwas Zeit.

Ach krass, schon rund eineinhalb Jahre ist es her, dass Mozilla ankündigte, seinen uralten E-Mail-Client Thunderbird auch aufs Android-Smartphone zu bringen. Dafür wollte man aber keine App ganz neu aus dem Boden stampfen, sondern eine bereits bestehende Anwendung mit großer Fangemeinde erweitern: K-9 Mail. So lange kann das dann ja eigentlich nicht dauern, oder?

Thunderbird auf Smartphones: Pläne für den legendären E-Mail-Client enthüllt

Falsch gedacht: Laut den Entwicklern dauert die Fertigstellung von Thunderbird für Android länger als ursprünglich geplant. Anfangs habe man noch keine genauen Angaben zum Release-Datum gemacht, da man erst analysieren musste, welche Features man in die Android-App integrieren möchte. Im Laufe der Entwicklung habe sich aber gezeigt, dass die Umsetzung mehr Zeit in Anspruch nehmen würde.

Auch nachdem man die Feature-Wunschliste gekürzt habe, hätte eine Veröffentlichung vor 2024 nicht mehr hingehauen. Deshalb habe man sich dazu entschieden, lieber mehr Zeit in die qualitativ hochwertige Umsetzung der gewünschten Funktionen zu investieren, anstatt ein früheres, aber möglicherweise unausgereiftes Release anzustreben.

Wir haben uns dann zusammengesetzt und die Situation neu bewertet. Am Ende haben wir beschlossen, dass es keine Eile gibt. Wir werden an den Funktionen arbeiten, die wir von Anfang an in der App haben wollten, denn ihr verdient das beste mobile Erlebnis, das wir euch bieten können. Sobald diese Funktionen hinzugefügt worden sind, werden wir die App als Thunderbird für Android veröffentlichen.

Blogbeitrag von Thunderbird

Bis Thunderbird für Android erscheint, empfiehlt Mozilla die Nutzung der stabilen oder Beta-Version der Android-App K-9 Mail. Diese enthalte bereits viele Funktionen, die später auch in Thunderbird enthalten sein sollen. K-9 Mail kann über F-Droid oder den Google Play Store installiert werden. Dass es neue Hausherren gibt, wird inzwischen schnell deutlich: Der Client wird jetzt von „Mozilla Thunderbird“ angeboten.

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Was ich nicht ganz nachvollziehen kann: Es gibt wohl einige Fans von K-9 Mail, die sich nicht von dem Robo-Hund verabschieden wollen. Die Entwickler überlegen daher, K-9 Mail parallel weiterzuführen. Die Apps würden sich dann nur in Name, Icon und Farbschema unterscheiden – in meinen Augen eine völlig unnötige Extrawurst.

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