Wenige Stunden nach dem Erreichen des Scheitelpunktes der schweren Sturmflut hat die Hamburger Polizei Entwarnung gegeben. „Die Lage entspannt sich zunehmend“, sagte ein Sprecher der Innenbehörde am Freitagnachmittag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Die höchsten Wasserstände waren kurz vor 11.00 Uhr mit 3,33 Meter über dem mittleren Hochwasser erreicht worden. Seitdem war das Wasser wieder zurückgegangen.

In der Innenbehörde hatte am frühen Morgen der zentrale Katastrophenstab seine Arbeit aufgenommen und die Flutschutz- und Evakuierungseinsätze koordiniert. Zudem wurde die Bevölkerung mit Sirenen und Nachrichten über die Warn-Apps und in den sozialen Medien vor der schweren Sturmflut gewarnt.

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Die Innenbehörde zeigte sich zufrieden: „Wir waren sehr gut vorbereitet und haben die Lage sehr gut gemeistert“, sagte der Sprecher dazu. Wegen des Hochwassers und des Sturms waren mehrere Hundert Männer und Frauen von Polizei und Feuerwehr im Einsatz.

Durch die schwere Sturmflut sind der Fischmarkt und umliegende Straßen teils hüfthoch überspült worden. Auch in der Hafencity standen zahlreiche Straßen unter Wasser.

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„Zoltan“ sorgte auch am Freitag weiter für kräftigen Wind an der Küste. Im Tagesverlauf soll der Wind etwas nachlassen, in den Abendstunden dann aber wieder zunehmen, wie Anne Wiese, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst (DWD), am Freitagmorgen sagte. Am Abend sind laut DWD orkanartige Böen mit mehr als 100 Stundenkilometern möglich. In der zweiten Nachthälfte soll der Wind etwas abnehmen, am Samstagabend dann wieder kräftiger werden, allerdings nicht mehr so stark wie am Freitag.

Auch für die ostfriesische Küste sowie das Wesergebiet sagten die Experten vom BSH am Freitag schwere Sturmfluten vorher. Dort sollen die Hochwasser am Vormittag und Mittag 2,5 Meter bis 3 Meter über dem mittleren Wert liegen. An der nordfriesischen Küste werden Wasserstände von 2 Meter bis 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet. Als schwer gilt eine Sturmflut ab einem Wasserstand von 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser.

Alle aktuellen Entwicklungen im Liveticker:

15:52 Uhr – Sturm drückt Fährschiff in Neuharlingersiel an Land

Im ostfriesischen Neuharlingersiel ist eine Fähre über die Kaimauer auf einen Vorplatz geschoben worden. Das Schiff „Spiekeroog IV“ sei am frühen Freitagmorgen durch die enormen Windkräfte des Sturmtiefs „Zoltan“ von den Leinen gerissen worden, teilte die Nordseebad Spiekeroog GmbH als Fährbetreiberin mit. Es sei dann auf eine im Außendeichgelände gelegene überflutete Parkplatzfläche getrieben worden. Die Schiffsmannschaft habe am Abend zwar sorgfältige Sicherheitsvorkehrungen getroffen, unter anderem seien Sturmleinen gesetzt worden. Die Fähre habe sich aber trotzdem gelöst.

Das Schiff sei eine von drei Fähren zur ostfriesischen Insel Spiekeroog, sagte die Geschäftsführerin des Hafenzweckverbandes Neuharlingersiel, Christina Harms. Zudem werde mit „Spiekeroog IV“ normalerweise auch die Fracht gefahren. Verletzt wurde bei der Schiffshavarie laut Harms niemand. Auch Öl oder Diesel seien nicht ausgetreten, sodass es keine Gefährdung für die Umwelt gebe. Laut Reederei werden die Schiffsverbindungen nach Spiekeroog in den Weihnachtsferien und Anfang Januar durch die Schiffe Spiekeroog I und Spiekeroog II weiterhin gewährleistet sein.

14:30 Uhr – Lage im Bahnverkehr im Norden entspannt sich leicht

In Norddeutschland kommt es weiter zu zahlreichen Einschränkungen im Bahnverkehr. Zwischenzeitlich seien einzelne Strecken vorübergehend gesperrt gewesen, sagte ein Bahnsprecherin. Die Sperrungen seien inzwischen jedoch weitestgehend aufgehoben, es komme aber weiterhin zu vielen Verspätungen.

11:23 Uhr – Im Landkreis Nordsachsen rückte die Polizei allein wegen umgestürzter Bäume 50 Mal aus

Sturmtief „Zoltan“ hat im Landkreis Nordsachsen etliche Bäume entwurzelt und zahlreiche Äste abgebrochen. Wie das Landratsamt in Torgau mitteilte, rückten die Feuerwehren laut Rettungsdienst, Brandschutzamt und Katastrophenschutz bis zum frühen Freitagmorgen rund 50 Mal wegen umgestürzter Bäume aus. Auf der Kreisstraße 8914 im Arzberger Ortsteil Tauschwitz blockierten am Donnerstagabend demnach mehrere herumliegende Baumstämme die Weiterfahrt und sorgten für eine Vollsperrung. Seit Freitagvormittag rolle der Verkehr wieder. Auch der Fährweg in Hohenprießnitz in Zschepplin war zwischenzeitlich komplett gesperrt.

10:04 Uhr – Etliche Einsätze in Niedersachsen

Das Sturmtief „Zoltan“ hat in Niedersachsen und Bremen für mehrere Einsätze am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag gesorgt. Des Weiteren haben Hagelschauer zu mehreren Glätteunfällen geführt, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt kam es demnach zu 29 Unfällen auf der A1, der A7 und der A39. Dabei wurden insgesamt fünf Personen verletzt, drei davon schwer. Zuvor hatte der „Norddeutsche Rundfunk“ darüber berichtet.

Bei den durch den Sturm ausgelösten Notrufen handelte es sich nach Angaben der Polizei vor allem um Einsätze wegen umgestürzter Bäume und Äste, die die Fahrbahnen blockierten und losgelöster Ziegelsteine oder Baugerüstplanen.

Die Polizei meldete für Osnabrück in den letzten 24 Stunden 107 durch Sturm bedingte Einsätze. In Oldenburg wurden seit Donnerstagabend 27 Einsätze, in Braunschweig rund zehn und in Bremen zwei Einsätze verzeichnet.

09:30 Uhr – Zugausfälle und umgestürzte Bäume in Bayern

Sturmtief „Zoltan“ sorgt auch im Bahnverkehr in Bayern für Ausfälle und Verspätungen. Auf der Bahnstrecke zwischen Schirnding (Landkreis Wunsiedel) und Nürnberg prallte am Donnerstagabend ein Zug gegen einen Baum, der auf die Gleise gestürzt war. Nach Polizeiangaben wurde niemand verletzt. Auch auf der Straße kam es bayernweit wegen der starken Sturmböen und des Dauerregens zu Beeinträchtigungen und zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr. Vor allem haben umgestürzte Bäume und abgerissene Äste für kleinere Schäden gesorgt. In Niederbayern verzeichnet die Polizei rund 100 witterungsbedingte Einsätze, auch in Oberfranken mussten Einsatzkräfte in über 200 Fällen unwetterbedingt ausrücken.

09:15 Uhr – S-Bahn fährt über umgestürzten Baum

Eine S-Bahn in Hamburg ist auf der Strecke Poppenbüttel – Wellingsbüttel kurz vor Mitternacht über einen umgestürzten Baum gefahren. Der Zug der Linie 1 sei mit etwa 40 Stundenkilometern unterwegs gewesen und der Triebfahrzeugführer habe habe eine Schnellbremsung einleiten müssen, teilte die Bundespolizei mit. Dabei sei keiner der 26 Fahrgäste verletzt worden. Sie wurden von der Feuerwehr aus den Wagen geholt, nachdem die Einsatzkräfte den Baum freigeschnitten und aus dem Gleisbereich gebracht hatten.

07:57 Uhr – Elbe überflutet Hamburger Fischmarkt

Die schwere Sturmflut hat in der Nacht zu Freitag das Wasser der Elbe an Land gedrückt und dabei den Fischmarkt und die umliegenden Straßen komplett überspült. Das Wasser stand dabei teils hüfthoch. Da nicht alle Autos rechtzeitig weggefahren worden waren, wurden auch sie überspült. In der Nacht waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei unterwegs, um in den noch abgestellten Fahrzeugen im Überschwemmungsgebiet nach Menschen zu suchen. In der Nacht beobachteten zudem einige Schaulustige die Auswirkungen der Sturmflut in der Nähe des Fischmarktes.

Der Fischmarkt in Hamburg ist überflutet worden

Der Fischmarkt in Hamburg ist überflutet worden

Quelle: Bodo Marks/dpa

Dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie zufolge hatte die erste schwere Sturmflut des Jahres in der Nacht am Pegel St. Pauli kurz vor 22 Uhr seinen Höhepunkt erreicht. Die direkt folgende, zweite schwere Sturmflut am Freitagvormittag wurde für die Zeit kurz vor 12.00 Uhr erwartet. Die Wasserstände sollten dabei auf 3,0 Meter über das mittlere Hochwasser steigen.

07:45 Uhr – Autofahrer fährt gegen umgefallenen Baum – schwer verletzt

Ein Mensch ist in Fahrdorf in Schleswig-Holstein mit seinem Auto gegen einen auf der Fahrbahn liegenden Baum geprallt und schwer verletzt worden. Der Baum war durch das Sturmtief „Zoltan“ am Donnerstagabend auf die Fahrbahn gefallen, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei konnte am Freitagmorgen zunächst keine Angaben zur Identität der Person machen. Die verletzte Person wurde in ein Krankenhaus gebracht.

07:30 Uhr – Lkw landet in Graben

Ein Lkw ist durch das Sturmtief „Zoltan“ auf der B200 in Janneby (Schleswig-Holstein) auf die Seite gekippt und in einen Graben geschleudert. Der Fahrer wurde bei dem Unfall am Donnerstagabend leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Durch den Unfall trat Kraftstoff aus. Aufgrund des starken Windes konnte der Lkw am Abend zunächst nicht geborgen werden – die Bergung ist nun für Freitagmorgen geplant.

06:44 Uhr – Etwa 130.000 Euro Schaden durch Unwetter in Mittelhessen

Sturmtief „Zoltan“ hat in Mittelhessen Schäden in Höhe von schätzungsweise 130.000 Euro verursacht. Verletzte gab es nicht, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Schäden an Gebäuden, Straßen und Autos wurden in der Nacht zum Freitag vor allem durch herabstürzende Äste und umgerissene Bäume verursacht.

Auf dem Grundstück der Polizeistation in Biedenkopf (Landkreis Marburg-Biedenkopf) beschädigten am Donnerstagabend umgestürzte Bäume einen Zaun und Fahrzeuge von Mitarbeitern, wie der Sprecher weiter mitteilte. Ein Schaden am Gebäude der Station sei nicht entstanden.

06:35 Uhr – Polizei meldet 76 Notrufe im Bonner Stadtgebiet

Bei der Polizei in Bonn sind wegen des Sturmtiefs „Zoltan“ 76 Notrufe eingegangen. Verletzte gab es in keinem der Fälle, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen sagte. Es handelte sich vor allem um Einsätze wegen umgestürzter Bäume und beschädigter Autos, zu denen die Feuerwehr über den Zeitraum von Donnerstagnachmittag bis kurz vor Mitternacht ausrückte. In zwei Fällen wurden auch Häuser beschädigt.

Wie die Feuerwehr mitteilte, stürzten in einem Fall Dach- und Fassadenteile eines Hauses auf die Straße und beschädigten unter anderem mehrere Autos. Im Ortsteil Pennenfeld stürzte ein rund 20 Meter hoher Baum auf mehrere Reihenhäuser und beschädigte Dach und Fassade.

Die Feuerwehr meldete am Donnerstagabend rund 60 Einsätze im gesamten Stadtgebiet. Rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sie beseitigten umgestürzte Bäume, herabgestürzte Äste und sicherten lose Teile von Dächern, Hausfassaden und Gerüsten, wie es in der Mitteilung hieß. Die örtlichen Schwerpunkte der Einsätze lagen demnach in den Stadtteilen Mehlem, Rüngsdorf und Bad Godesberg.

06:02 Uhr – Zwei Verletzte in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind in der Nacht zum Freitag wegen des stürmischen Wetters zahlreiche Bäume umgestürzt und Äste sowie Verkehrsschilder abgebrochen. In Salzwedel und Gommern (Landkreis Jerichower Land) wurden zwei Menschen leicht verletzt, wie die Polizei Stendal am Freitagmorgen mitteilte. In Salzwedel war ein Transporter laut Polizei durch den starken Wind von der Straße abgekommen und in Gommern ein Baum auf ein Auto gestürzt.

Im Harz ist zwischen Elend und Sorge laut Polizei Magdeburg die B242 wegen der Gefahr durch Sturmschäden bis zum 26. Dezember vorsorglich gesperrt.

03:56 Uhr – Warnung vor schwerer Sturmflut in Hamburg und an Nordseeküste

Für die deutsche Nordseeküste sowie Hamburg besteht am Freitag die Gefahr einer schweren Sturmflut. Im Hamburger Elbgebiet warnte die Polizei für den Vormittag vor einer schweren Sturmflut. Die Wasserstände werden dann nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf etwa 3 Meter über dem mittleren Hochwasser steigen. Das betroffene Gebiet sollte laut Polizei gemieden werden. Der Hochwasserscheitel wird den Angaben zufolge gegen 11.49 Uhr am Pegel St. Pauli mit einer Höhe von bis zu 3,25 Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet.

Auch für die ostfriesische Küste sowie das Wesergebiet sagten die Expertinnen und Experten vom BSH am Freitag schwere Sturmfluten vorher. Dort sollen die Hochwasser am Vormittag und Mittag 2,5 Meter bis 3 Meter über dem mittleren Wert liegen. An der nordfriesischen Küste werden Wasserstände von 2 Meter bis 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet. Als schwer gilt eine Sturmflut ab einem Wasserstand von 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser.

02:03 Uhr – Regionalzüge nach Sylt fahren trotz Sturms wieder

Nach Ausfällen wegen des Sturmtiefs „Zoltan“ fahren die Regionalzüge zwischen Hamburg und der Insel Sylt wieder. Witterungsbedingt könne es aber noch zu Verspätungen und Teilausfällen kommen, teilte die Deutsche Bahn (DB) in der Nacht zum Freitag auf der Plattform X mit. Bahnreisende sollten ihre Verbindung vor der Fahrt überprüfen.

Auf den am Donnerstag gesperrten Strecken zwischen Hamburg, Flensburg und Kiel sei weiterhin kein Zugverkehr möglich, hieß es weiter. Die Strecke Hamburg-Kiel war zuvor erst wieder freigegeben worden. Dann stürzte zwischen den Stationen Kiel und Neumünster laut der DB ein Baum auf die Oberleitung.

23:10 Uhr – Zugausfälle im Norden

„Zoltan“ hat in Hamburg und Schleswig-Holstein für weitere Ausfälle auf Regionalbahnstrecken gesorgt: Der Regionalverkehr zwischen Hamburg und der Insel Sylt sowie zwischen Hamburg, Flensburg und Kiel wurde eingestellt, wie die Deutsche Bahn am späten Donnerstagabend auf dem Portal X mitteilte.

Die Strecke Hamburg-Kiel war zuvor erst wieder freigegeben worden. Nun ist zwischen den Stationen Kiel und Neumünster laut der DB ein Baum auf die Oberleitung gestürzt. Bahnreisende werden gebeten, ihre Zugverbindung kurz vor Antritt der Reise zu überprüfen, da es zudem zu Verspätungen und Ausfällen kommen soll.

21:53 Uhr – Deich in Cuxhaven mit Sandsäcken gesichert

In Cuxhaven hat die Feuerwehr einen Deich-Durchgang mit Sandsäcken gesichert. Das Tor wurde bereits am Nachmittag geschlossen, wie ein Stadtsprecher bestätigte. „Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, damit morgen früh alles gemacht ist und sich die Einsatzkräfte um andere Orte kümmern können“, sagte er. Der Nordwestwind drückt das Wasser aus der Nordsee an Land. „Wir haben Windböen von 65 bis 75 Stundenkilometern, etwa Windstärke 8, das ist nicht das Problem“, erklärte der Sprecher. Das Problem sei die Richtung.

Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern eine Deichschart vor der Flut

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Quelle: picture alliance/dpa/Nord-West-Media TV/-

20:49 Uhr – Fehmarnsundbrücke gesperrt

Die Fehmarnsundbrücke ist vollständig gesperrt worden. Das teilte die Polizei am Donnerstagabend mit. Zuvor waren im Norden bereits auch viele Fähren, wie etwa zwischen Föhr und Amrum oder den Halligen und dem Festland ausgefallen. Die mehr als 900 Meter lange Brücke verbindet das Festland mit der Insel Fehmarn.

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Im Norden und Nordwesten Deutschlands herrscht Sturmflutgefahr. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Unwetterwarnung unter anderem für die Westküste Schleswig-Holsteins herausgegeben. Von Donnerstag 12.00 Uhr bis Freitagmorgen 8.00 Uhr bestehe die Gefahr von orkanartigen Böen.

20:39 Uhr – Umgestürzter Baum verursacht zwei Autounfälle

Ein wegen des Sturms umgestürzter Baum hat bei Montabaur einen Unfall mit zwei Leichtverletzten verursacht. Zwei Autos seien am Donnerstagabend auf der Bundesstraße 49 Richtung Montabaur gefahren, als plötzlich eine Buche auf die Fahrbahn krachte, teilte die Polizei mit. Beide Fahrzeuge fuhren gegen den Baum. Eine 71-Jährige und ein 44-Jähriger kamen ins Krankenhaus. Die beiden Autos wurden abgeschleppt.

20:37 Uhr – Bundesamt warnt vor weiterer Sturmflut

Eine weitere schwere Sturmflut prognostizierte das Bundesamt für Freitagvormittag an Elbe, Weser und Ems. Die Wasserstände werden zwischen 8.00 und 12.00 Uhr voraussichtlich auf mehr als 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser steigen.

20:21 Uhr – Bahnverkehr auch Freitag eingeschränkt

„Teilweise können Beschädigungen erst bei Tageslicht abschließend beurteilt werden“, teilte ein Bahn-Sprecher mit. „Schon jetzt zeichnet sich jedoch ab, dass die Schäden erheblich sind und Einschränkungen für die Fahrgäste mindestens den morgigen Tag über andauern.“ Sämtliche Räumtrupps der DB seien mit Reparaturfahrzeugen unterwegs, um Bäume aus Gleisbereichen zu beseitigen und Oberleitungen zu reparieren.

20:18 Uhr – Warnung vor Hochwasser in ganz Niedersachsen

In ganz Niedersachsen besteht Hochwassergefahr. Eine entsprechende Warnung gab der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz heraus.

20:01 Uhr – Bahn meldet Schäden auf viel befahrenen Strecken

Einschränkungen durch Sturmschäden gab es demnach unter anderem auf den Strecken Hannover-Berlin, Hamburg-Westerland, Kiel-Hamburg-Bremen-NRW, Norddeich Mole-Emden-Rheine-Münster und Magdeburg-Hannover-Bremen-Leer-Emden-Norddeich Mole. Eine dpa-Reporterin berichtete aus einem Zug von Hamburg nach Hannover, dass der Bahnhof Hannover wegen Überfüllung nicht angefahren werden könne.

Die Intercity-Verbindung Hamburg-Kopenhagen sei ebenfalls betroffen. Die Strecke Kiel-Hamburg wurde am Abend wieder freigegeben.

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20.12.2023, Hamburg: Das Wasser der Elbe überspült bei Hochwasser Teile des Strands in Hamburg-Övelgönne. Für Donnerstagabend und Freitag erwartet das Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) Sturmfluten in Schleswig-Holstein und Hamburg. Foto: Bodo Marks/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die DB hat die Zugbindung für Donnerstag aufgrund der zahlreichen Beeinträchtigungen aufgehoben. Fahrgäste könnten ihr Ticket an einem späteren Tag nutzen. Die DB verwies allerdings auch darauf, dass die Züge im Fernverkehr wegen der bevorstehenden Weihnachtstage bereits sehr stark ausgelastet seien.

19:45 Uhr – Bremen will Überschwemmungsgebiet räumen lassen

Ein sicheres Erleben des Weihnachtsmarktes sei unmöglich, hieß es aus Bremerhaven. Der Markt bleibe daher geschlossen, ebenso wie auch in Bremen. Dort sollen am Freitagmorgen Überschwemmungsgebiete geräumt werden. Die Räumung am Freitagmorgen erfolge durch die Polizei. Wem es möglich ist, bei Verwandten unterzukommen, der sollte die betroffenen Bereiche vorsorglich verlassen, hieß es.

18:14 Uhr – Regionalzug auf freier Strecke geräumt

In Willebadessen krachte am Mittag ein Baum auf einen Regionalzug. Nach Angaben eines Polizeisprechers konnte er Zug mit seinen 200 Reisenden nicht weiterfahren und musste auf freier Strecke geräumt werden. Weil auch Oberleitungen betroffen wurden, sollte die Strecke bei Paderborn bis zum Abend gesperrt bleiben.

Baum auf Zug gestürzt

Rund 200 Passagiere mussten den Zug verlassen

Quelle: picture alliance/dpa/Polizei Höxter

17:41 Uhr – Rostocker Weihnachtssingen abgesagt

Im Rostocker Ostseestadion wurde das traditionelle Weihnachtssingen abgesagt. Die Veranstalter hätten entschieden, dass die Sicherheit der Mitwirkenden auf der Bühne sowie der Gäste bei der An- und Abreise nicht gewährleistet werden könne, hieß es.

17:28 Uhr – Baum kracht auf Haltestelle

In Bremen stürzte ein 15 Meter hoher Baum neben einer Bushaltestelle um. Verletzt wurde den Angaben nach niemand. In Wilhelmshaven stürzten Teile eines Gerüstes um, weshalb eine Straße gesperrt wurde. Von dort gab es keine Berichte über Verletzte.

16:18 Uhr – Stadt Hamburg warnt vor Aufenthalt in Wassernähe

Auch in Hamburg und Thüringen sorgt das stürmische Wetter für Einschränkungen. So blieb der egapark in Erfurt geschlossen. Die Hamburger Polizei warnte davor, sich in der Zeit in tiefer gelegenen Gebieten rund um die Elbe aufzuhalten. Das betreffe vor allem den Hafen, die Hafencity und elbnahe Gebiete. Gebäude in diesen Bereichen sollten zudem vor Hochwasser geschützt und Fahrzeuge in höher gelegene Bereiche umgeparkt werden.

13:11 Uhr – Sturmfluten für Elbe, Weser und Ems vorhergesagt

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sagte Sturmfluten für Elbe, Weser und Ems in Norddeutschland vorher. Der Höhepunkt könnte am frühen Freitagvormittag erreicht werden. Der Deutsche Wetterdienst rechnete gleichzeitig für den Donnerstag mit schweren Sturmböen an Land und teils orkanartigen Böen an der Küste. Auch Gewitter und Dauerregen erwartet der Wetterdienst, etwa rund um den Harz.

In Gandersum (Niedersachsen) reicht das Wasser bis zum Deich

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Quelle: picture alliance/dpa/Lars Penning

Die für die Nordseeküste und Flüsse erwartete Sturmflut am Donnerstagabend habe das Potenzial, auf das Niveau einer schweren Sturmflut zu steigen, sagte Jennifer Brauch von den BSH-Vorhersagediensten für Nord- und Ostsee.

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Für Freitagvormittag werden in den Flüssen Elbe, Weser und Ems die Wasserstände zwischen 8.00 und 12.00 Uhr voraussichtlich auf mehr als 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser steigen, wie das BSH am Donnerstag mitteilte. Eine amtliche Warnung vor einer schweren Sturmflut sei das jedoch noch nicht, sagte Jennifer Brauch von den BSH-Vorhersagediensten für Nord- und Ostsee. Die werde erst gegen Mitternacht herausgegeben, wenn die für Donnerstagabend erwartete Sturmflut durch ist.

12:17 Uhr – Fährverkehr nach Norderney eingestellt

Auch Besuchern der Insel Norderney macht das Unwetter einen Strich durch die Rechnung. Die Fähren von und zu der Insel fallen von Donnerstagnachmittag ab 16.45 Uhr bis Freitagfrüh aus.

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