Erst kürzlich verkündete Jeff Bezos, seinen Lebensmittelpunkt von Seattle nach Miami verlegen zu wollen. Und wenn der Milliardär nach Florida zieht, muss natürlich auch seine Superjacht namens Koru mit.

Einziges Problem: Die Jacht des Amazon-Gründers ist so riesig, dass sie kaum in den Jachthafen von South Florida passt.




Koru: Um knapp 5 Meter zu lang für den Jachthafen

Wie der Yachting-Blog Luxury Launches berichtet, ist Bezos‘ Superjacht, die „Koru“ heißt, was in der Maori-Sprache „Spirale“ bedeutet, stolze 127 Meter lang – und damit um knapp fünf Meter zu lang, um im größten Jachthafen im noblen Port Everglades in South Florida anzudocken.

Empfehlungen der Redaktion




Artikel wechseln

Tatsächlich musste sich die Koru mit einem Platz neben den etwa 180-Meter-langen Öltankern zufriedengeben. Kostenpunkt für das schnittige Schiff: rund 500 Millionen Euro. 125.000 Euro pro Tag (!) soll allein der Betrieb der Koru kosten. Das verdienen die meisten Normalsterblichen nicht mal in zwei Jahren.

Empfohlene redaktionelle Inhalte

Hier findest du externe Inhalte von X Corp.,
die unser redaktionelles Angebot auf t3n.de ergänzen.
Mit dem Klick auf “Inhalte anzeigen” erklärst du dich einverstanden,
dass wir dir jetzt und in Zukunft Inhalte von X Corp. auf unseren Seiten anzeigen dürfen.
Dabei können personenbezogene Daten an Plattformen von Drittanbietern übermittelt werden.


Hinweis zum Datenschutz

Fast doppelt so groß wie ein Airbus A380 ist die Superjacht allerdings nicht nur eine gigantische Geldverschwendung, sondern auch, wie die New York Post unter Berufung auf eine neue Analyse der University of Indiana berichtet, ein enormer Umweltverschmutzer.




Superjachten sind die mit Abstand größten Verursacher von CO2

Wie viel CO2 solche Superjachten tatsächlich in die Luft abgeben, haben die beiden US-Wissenschaftler Beatriz Barros und Richard Wilk von der University of Indiana untersucht. Dabei analysierten sie die Emissionen von 20 Milliardären weltweit.

„Unter den zahlreichen Besitztümern von Milliardären sind große ‚Superjachten‘ die mit Abstand größten Verursacher von Treibhausgasen“, erklärten Baros und Wilk.




Die Superjacht produziert 7.154 Tonnen Treibhausgase pro Jahr

„Sie benötigen eine Crew und müssen ständig gewartet werden, auch wenn sie angedockt sind. Dann kommen die Hubschrauber an Bord, die Jetskis, die energieintensiven Luxusgegenstände wie Pools, Whirlpools, private U-Boote und Tenderboote. All das erfordert Energie, genauso wie die Klimaanlage und die hoch entwickelten elektronischen Geräte“, erklärte Wilk in einem Interview mit The Guardian. Und er fügte hinzu: „Es ist, als hätte man ständig ein Hotel auf dem Wasser in Betrieb.“

Wie viel Treibhausgase Jeff Bezos’ Koru jährlich produziert, konnten Barros und Wilk dank öffentlich verfügbarer Daten berechnen. Die Zahl ist erschreckend: Es sind unglaubliche 7.154 Tonnen!




Koru wurde jahrelang gebaut, bis sie in See stechen konnte

2018 bestellte Jeff Bezos die Koru bei der Firma Oceanco aus den Niederlanden. Das Unternehmen hat die beeindruckende Konstruktion allerdings erst nach mehrjähriger Bauzeit Anfang des Jahres testen können.

Segeljacht Koru im Meer

Koru ist die längste Segeljacht der Welt. (Foto: Audio und werbung/Shutterstock)

Im April unternahm die Koru ihre Jungfernfahrt, bei der sie von den Niederlanden nach Gibraltar fuhr. Jeff Bezos und seine Verlobte Lauren Sanchez feierten ihre Verlobung auf dem Schiff und tuckerten damit bereits nach Kroatien und zu den Filmfestspielen in Cannes. Nun ist sie endlich in ihrem Heimathafen angekommen.

Die Koru steht auf der Liste der weltgrößten (oder längsten) Segeljachten bei Wikipedia derzeit auf Platz 2. Wenn man es genau nimmt, stimmt das jedoch nicht.

Denn bei der dort auf Platz 1 aufgeführten SY A des russischen Oligarchen Andrei Melnitschenko, die ihm angeblich gar nicht mehr selbst gehört, handelt es sich um eine segelunterstützte Motorjacht oder Motoryacht mit Segelassistenz. Sie kann also nicht wie die Koru ohne Dieselantrieb fahren.

Verpasse keine News zu Startups & Economy 💌

Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Es gab leider ein Problem beim Absenden des Formulars. Bitte versuche es erneut.

Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz