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Von: Robin Dittrich

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Eventim ist ein Unternehmen, bei dem Tickets für Konzerte und andere Events gekauft werden können. Doch läuft dort immer alles mit rechten Dingen ab?

München – Deutschlandweit gibt es mit Ticketmaster, Viagogo und Eventim einige Anbieter von Konzerttickets. Auf Facebook beschwerte sich jetzt eine Person, die Karten für ein Konzert in einem günstigen Brief erhalten hatte – er fühlte sich betrogen.

Konzerttickets günstig verschickt: Eventim spart Versandkosten

Ticketbörsen für Konzerte, Theater und andere Events sind nicht frei von jeglicher Kritik. Vor allem Ticketmaster steht häufiger im Mittelpunkt: Ihnen wird vorgeworfen, teilweise horrende Gebühren für Ticketverkäufe zu erheben. Problematisch sind auch gefälschte Tickets oder angebotene Karten, die eigentlich gar nicht mehr verfügbar sind. Anbieter wie Eventim warnen deshalb davor, Tickets auf dem Schwarzmarkt zu erwerben.

Selbst ins Fadenkreuz gerät Eventim jetzt aber aufgrund einer Aktion, die einem Kunden überhaupt nicht gefiel: „Ich würde das ganz einfach Abzocke nennen“, schrieb er auf Facebook. Doch was war passiert: „2x Karten mit je 5,99 Euro Versand bestellt und ihr packt die Dinger einfach in 85 Cent Briefe“, gibt der Kunde bekannt. Mittlerweile hat er die genaue Preisangabe korrigiert: „Ja, es sind 5,90 und nicht 5,99“, entschuldigt er sich für die kleine Ungenauigkeit. Bis zu 9,90 Euro betragen die Versandkosten bei Eventim, wenn per Express versandt werden soll. Verbraucherschützer verklagten Eventim im Jahr 2023 sogar, weil nach einem Konzert-Ausfall nicht der volle Kaufpreis von Tickets erstattet wurde.

Eventim-Kunde fühlt sich übers Ohr gehauen – Verbraucherzentrale reagiert

Wie der Facebook-Nutzer mit den bestellten Eventim-Tickets angibt, würden andere Ticket-Seller die Karten wenigstens per Einschreiben zu den Kunden schicken. Dann wird es dem Eventim-Kunden überaus ernst: „Ich hoffe, euch pinkelt der Verbraucherschutz dafür mal ordentlich ans Bein. Gemeldet ist es.“ In den Kommentaren fand der Facebook-User nicht unbedingt Anklang, ihm wurde die Thematik lediglich erklärt: „Versandkosten und Porto sind 2 unterschiedliche Dinge. In Versandkosten sind enthalten: Porto/Material/Personal.“

Was der User damit sagen möchte: Nur weil Eventim-Kunden 5,90 Euro Versand zahlen, muss das Unternehmen nicht für genau diesen Preis versenden – vor allem nicht ohne extra abgeschlossene Versicherung. Auf Anfrage von IPPEN.MEDIA antwortete die Verbraucherzentrale auf den Vorfall. Wie es dort heißt, „liegen keine weiteren Beschwerden vor.“ Auch dort wird angegeben, dass „Versandkosten nicht deckungsgleich mit Portokosten“ sind. Wichtig ist lediglich, dass „Verbraucher vor Vertragsschluss klar und verständlich über die anfallenden Versandkosten informiert werden.“ Eventim reagierte bislang nicht auf eine Anfrage. (rd)

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