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Von: Karolin Schaefer

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In Kroatien wird es ungemütlich. Der Wetterdienst warnt stellenweise vor Alarmstufe Rot. Menschen sollten Reisen in betroffene Küstengebiete meiden.

Pula – Während der Süden Deutschlands in Schneemassen versinkt, wurde Kroatien von riesigen Wellen und starken Winden heimgesucht. Betroffen war unter anderem die bei Urlaubern beliebte Küstenstadt Pula an der Spitze der kroatischen Halbinsel Istrien.

Orkanböen in Kroatien erwartet: Wetterdienst mit deutlicher Warnung

Nach Angaben des kroatischen Ministeriums für Tourismus zieht es jährlich Millionen Urlauber nach Kroatien. Rund 104,8 Millionen Überachtungen verzeichnete das Land im vergangenen Jahr. Davon allein 29,5 Millionen Übernachtungen in Istrien. Die meisten Kroatien-Touristen kamen dabei aus Deutschland.

Auch für Sonntag (3. Dezember) meldete der staatliche Wetterdienst DHMZ für den Velebit-Kanal Alarmstufe Rot – die höchste Warnstufe – und warnte damit vor einer möglichen, starken Sturmflut. Es seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde möglich. Am Fuße des Gebirgszuges Velebit werden sogar orkanartige Böen erwartet. Der Wetterdienst betonte zudem, Reisen in betroffene Regionen zu vermeiden und sich von gefährdeten Küstengebieten fernzuhalten.

Einige Fähren könnte deshalb den Betrieb vorübergehend einstellen. Für die Kvarner-Bucht an der oberen Adria gilt Alarmstufe Orange. Hier werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometer pro Stunde erwartet. „Seien Sie auf stürmische und stark stürmische Windgeschwindigkeiten in Verbindung mit hohen Wellen vorbereitet“, warnte der Wetterdienst.

Hohe Windgeschwindigkeiten sorge für heftige Wellen in Kroatien

Auch für die Westküste Istriens (Alarmstufe Gelb) werden gefährliche Windgeschwindigkeiten erwartet, die vor allem für kleinere Boote heftige Wellen erzeugen könnten. Seeleute werden dazu aufgerufen, unter diesen Bedingungen kleinere Schiffe nicht über das Meer zu navigieren. Erst gegen Abend soll sich das Wetter beruhigen.

Noch am Samstag (2. Dezember) herrschte hier Alarmstufe Orange. Das führte vor allem entlang der Promenade Lungomare in Pula zu riesigen Wellen, berichtete das kroatische Portal morski.hr. Riesige Wellen peitschen bis über die Straßen, wie auch Videos in den sozialen Medien zeigten. Das lockte einige Schaulustige an, die das Naturschauspiel filmten, dabei aber ganz schön nass geworden sein dürften. Es sah zudem nicht ganz ungefährlich aus.

Zumindest am Montag (4. Dezember) ist dann Besserung auch in anderen Regionen in Sicht. Dem Wetterdienst zufolge wird es lediglich in den Morgenstunden am Velebit-Kanal, der Kvarner-Bucht und in Dalmatien stürmisch. Windgeschwindigkeiten von bis 85 Kilometer pro Stunde sind möglich. Es wird Warnstufe Gelb erwartet.

Zwar lockt Kroatien immer wieder zahlreiche Urlauber in den Süden Europas, am Strand von Pula wurden jüngst allerdings einige Regeln verschärft, die nicht allen gefallen dürften. Im Sommer zeigte eine Reportage, wie teuer Urlaub in Kroatien geworden ist. (kas)

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