Exportnation Deutschland: EU-Mitgliedschaft steigert Wohlstand eines Deutschen jährlich um 1046 Euro

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Der europäische Binnenmarkt steigert den Wohlstand Deutschlands um jährlich 1.046 Euro pro Person. Das ist deutlich mehr als der europäische Durchschnitt. Ein Austritt aus der EU könnte für Deutschland teuer werden.

Das geht aus einer Studie des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags  hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Der EU-Durchschnitt liegt der Studie zufolge bei einem jährlichem Wohlfahrtsgewinn von nur  840 Euro pro Person. Der Wissenschaftliche Dienst bezieht sich dabei auf Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung.

Grünen-Chef Omid Nouripour, der die Studie in Auftrag gegeben hat, sagte zu den Ergebnissen: „Diejenigen, die immer noch behaupten, dass ein Austritt Deutschlands zum Vorteil unseres Landes wäre, sollten sich die Fakten genau anschauen. Wie kaum ein anderes Land profitieren wir von unserer Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Ein Austritt wäre für unseren Wohlstand zerstörerisch und hätte tiefgreifende volkswirtschaftliche Folgen.“


EU-Austritt wäre teuer für Deutschland

Deutschland profitiere als Exportnation auch sonst besonders stark vom Binnenmarkt, heißt es in der Studie weiter. Denn rund 54 Prozent der Ausfuhren gingen in andere Staaten der EU. Dabei wäre gerade der Dienstleistungssektor vom erschwerten Marktzutritt nach einem EU-Austritt betroffen. Dies gelte für die Bereiche Transportwesen, Reiseverkehr sowie Informations- und Kommunikationstechnik. Entfallen würden ferner die praktisch entgeltfreien grenzüberschreitenden Zahlungen oder die generelle Verfügbarkeit von Kapital.

Überdies hätte Deutschland bei einem Austritt nicht mehr teil an der global zweitwichtigsten Währung, dem Euro. Ein Austritt aus der EU und damit aus der Währungsunion würde wiederum zu Kosten für den Währungsumtausch und die Absicherung gegen Wechselkursschwankungen führen. Diese Kosten könnten sich auf 0,5 bis 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen.

Austritt aus Schengen würde Grenzkosten in die Höhe treiben

Falls Deutschland bei einem Austritt aus der EU auch das Schengener Abkommen verlassen würde, ergäben sich für den öffentlichen Haushalt schließlich Kosten zur Einrichtung und zum Betrieb von Grenzkontrollen. Hierfür wären leistungsfähige Grenzübergänge erforderlich. Denn Deutschland sei aufgrund seiner zentralen Lage wichtiges Transitland für europäische Warenströme, so der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages.

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