InterviewDass Jude Bellingham bei Real Madrid derart fulminant auftrumpft, ist auch Carlo Ancelotti zu verdanken – findet jedenfalls der Engländer selbst. „Dank ihm fliege ich jetzt auf dem Spielfeld“, freut er sich.

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Bellingham arbeitet gerne unter Ancelotti – Foto: Javier Soriano, Oscar del Pozo/AFP via Getty Images

„Dank Ancelotti fliege ich auf dem Spielfeld“

MADRID. Mit gefühlt jedem weiteren Einsatz kommt ein weiteres Tor hinzu. Jude Bellingham hat Real Madrid im vergangenen Sommer allein als fixe Ablösesumme satte 103 Millionen Euro gekostet. Die Erwartungen an den 20 Jahre alten Engländer waren dementsprechend hoch. Dass er nach seinen ersten 17 Pflichtspielen für die Königlichen aber bei 15 Treffern stehen würde, hatte wohl niemand auch nur annähernd geglaubt.

Es ist aber nichts als die Realität. Bellingham steigt der Erfolg allerdings nicht zu Kopf und legt keine bedenklichen Starallüren an den Tag. Vielmehr macht er darauf aufmerksam, dass dieser fulminante Start beim weißen Ballett nicht nur an ihm selbst liegt. An wen der Youngster dabei vor allem denkt: Trainer Carlo Ancelotti.

„Ich habe mich sehr angestrengt und hart gearbeitet, um mich zu verbessern, aber es ist der Verdienst von Herrn Ancelotti, der die richtige Position für mich gefunden und mir mehr Freiheiten auf dem Platz gegeben hat. Dank ihm fliege ich jetzt auf dem Spielfeld“, zitierte die spanische Sportzeitung AS Bellingham aus einem Interview mit der italienischen Zeitung TUTTOSPORT, die ihm am Montag in Turin den Award als Golden Boy 2023 überreicht.

Bellingham hat noch Probleme mit Spanisch

„Carletto“ stellte das taktische System bei Real um, baute die Nummer 5 zunächst in einem 4-1-2-1-2 als zentral-offensiven Mittelfeldspieler ein. Vor rund zwei Monaten veränderte sich die Formation bei den Madrilenen zu einem flacheren 4-4-2, in dem Bellingham in der Regel über die linke Seite kommt. Was der Überflieger unterdessen noch an sich verbessern muss, weiß er genau: „Ich spreche immer noch kein Spanisch. Es tut mir leid, aber ich stoße mit dieser Sprache auf unerwartete Hindernisse. Es ist schwierig für mich, das gebe ich zu. Auf jeden Fall verspreche ich maximalen Einsatz, garantiert.“

Für den im Jahr 2023 hat er mit dem Golden Boy einen bedeutenden U21-Preis abgeräumt. Eigentlich ist dieser für die zurückliegende Saison bestimmt, also die Auftritte von Bellingham im Trikot von Borussia Dortmund. So einige Abstimmende dürften allerdings unter dem Eindruck von ihm als Real-Profi gestanden und ihn deshalb auch gewählt haben.

„Es gibt viele glückliche Menschen in Madrid, angefangen beim Präsidenten, aber vor allem bin ich stolz auf mich selbst. Ich bin glücklich und danke natürlich allen Jurymitgliedern, die für mich gestimmt und mir ihre Gunst gegeben haben. Ich habe mich sehr gefreut, es ist eine Trophäe fürs Leben, die man nur einmal gewinnen kann. Die Ehrenliste bestätigt die Güte und Autorität des Preises. Nach Wayne Rooney, einem meiner Idole, und (Raheem) Sterling bin ich der dritte Engländer, der ihn gewinnt. Es war meine letzte Chance, denn 2024 kann ich nicht mehr antreten, weil ich dann zu alt bin, um ihn zu gewinnen. Ich bin glücklich, dass ich ihn im dritten Anlauf gewonnen habe. Der Golden Boy ist ein weiterer Ansporn für mich, immer mehr zu geben und besser zu werden“, so der 27-fache Nationalspieler.

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