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Von: Helmi Krappitz

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Bei dem Angriff auf das russische Landungsschiff „Nowotscherkassk“, sei auch ein Trainingsschiff gesunken – das sollen Satellitenbilder zeigen.

Feodossija – Ein Drohnenangriff aus der Ukraine hat in der Nacht zum Dienstag die Hafenstadt Feodossija auf der Krim, das russische Kriegsschiff „Nowotscherkassk“ getroffen. Auf Telegram sprach der Kommandeur der ukrainischen Luftstreitkräfte, Mykola Oleschtschuk, sogar von der Versenkung des Landungsschiffs. Der Kreml bestätigte den Angriff zwar, die Rede war jedoch nur von einer Beschädigung. Es wäre nicht das erste Schiff im Ukraine-Krieg, das die Ukraine versenkt.

Drohnenangriff: Satellitenbilder sollen ein weiteres beschädigtes Schiff zeigen

Zusätzlich zu den Schäden, die das große Landungsschiff erlitt, soll auch ein weiteres beschädigt worden – und zum Teil gesunken sein. Dabei handle es sich um das alte Trainingsschiff UTS-150, so der US-finanzierte Sender Radio Liberty in Russland. Satellitenbilder unterstützen demnach die Aussage der Vertreterin der Streitkräfte der Ukraine, Natalia Humeniuk, die bereits kurz nach dem Angriff von dem gesunkenen Trainingsschiff berichtete.

Die von Maxar Technologies aufgenommenen Satellitenbilder zeigen laut dem Bericht ein teilweise untergetauchtes kleineres Schiff unweit des scheinbaren Wracks der „Nowotscherkassk“. Die Bilder wurden am Dienstag (26. Dezember) um 11.25 Uhr Ortszeit aufgenommen.

Reaktion auf Angriff: Russland soll weitere Schiffe aus Hafen abgezogen haben

Später soll Russland mit Maßnahmen auf den Drohnenangriff reagiert haben: zwei russische Schiffe sollen die Hafenbucht schleunigst verlassen haben. Wegen schlechter Sichtverhältnisse soll es nicht möglich gewesen sein, die Schiffe zu identifizieren, berichtete Radio Liberty. Möglicherweise könne es sich um ein Kriegsschiff und ein Militärboot gehandelt haben – der Größe nach zu urteilen.

Nowotscherkassk

Bei einem Drohnenangriff hat die Ukraine die „Nowotscherkassk“ getroffen. © Konstantin Mihalchevskiy / Sputnik Republic of Crimea Russia/ Imago

Moskau bestätigte den Angriff auf „Nowotscherkassk“, zum Ausmaß der Schäden an dem Schiff gab es jedoch keine Angaben. Zu den Berichten des teilweise gesunkenen Trainingsschiffes hat sich der Kreml bisher nicht geäußert. Laut Behörden starb ein Mensch, zwei weitere wurden verletzt.

Eine komplette Versenkung der „Nowotscherkassk“ wäre eine weitere Demütigung Moskaus – bereits 2022 wurde das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte, die „Moskwa“, zerstört. (hk)

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