1. tz
  2. Sport
  3. Wintersport

Stand:

Von: Christoph Klaucke

Kommentare

Andreas Wellinger jubelt über seinen Sieg beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf.

Andreas Wellinger jubelt über seinen Sieg beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Der deutsche Skispringer Andreas Wellinger gewinnt bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Das Auftaktspringen im Ticker zum Nachlesen.

Update vom 29. Dezember, 19.30 Uhr: Andreas Wellinger feiert vor 25.000 Zuschauern einen umjubelten Sieg beim Auftaktspringen in Oberstdorf. Damit verschafft sich der Olympiasieger von 2018 eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um den Gesamtsieg. Die weiteren deutschen Adler runden das starke Ergebnis ab – Philipp Raimund landet auf Platz sechs, Mitfavorit Karl Geiger auf Platz sieben. Der Japaner Kobayashi wird Zweiter, der Österreicher Kraft Dritter.

„Ich bin sprachlos, es ist echt unfassbar. Ich war richtig glücklich, wie ich den ersten runter gezimmert hab. Der zweite war etwas zäh. Vor dem Publikum zu gewinnen, kann man nicht beschreiben“, sagte Wellinger nach seinem Sieg im ARD-Interview. Vor allem die Fans in Oberstdorf sorgten für ein unvergessliches Springen. „Das ist mit das Größte. Der Weg hierher. Vor sechs Jahren habe ich in Bischofshofen die Quali gewonnen, konnte dann nicht schlafen und bin ausgeschieden. Ich werde das hier aufsaugen, vor 25.000“, so Wellinger.

Vierschanzentournee, Auftaktspringen in Oberstdorf: Endergebnis

1. Wellinger (Deutschland) 309,3 Punkte
2. R. Kobayashi (Japan) 306,3
3. Kraft (Österreich) 298,9
6. Raimund (Deutschland) 286,0
7. Geiger (Deutschland) 285,4

Wellinger siegt in Oberstdorf: Deutscher Traumstart in die Vierschanzentournee

2. Durchgang: Wellinger jubelt! Das wird knapp, aber die 128 Meter reichen zum Sieg! Wellinger gewinnt das Auftaktspringen in Oberstdorf. Wahnsinn!

2. Durchgang: Ryoyu Kobayashi springt auf 129 Meter. Der Japaner kann sein Lächeln nicht zurückhalten. Er weiß, das war eine starke Leistung. Jetzt kommt Wellinger.

2. Durchgang: Jetzt kommen die Top 3! Den Anfang macht Stefan Kraft. Der Österreicher bringt es mit all seiner Erfahrung auf 125 Meter. Das reicht für die Führung.

2. Durchgang: Karl Geiger will noch vorne hereinspringen. Der Lokalmatador aus Oberstdorf stürzt bei 122,5 Metern ab. Die Enttäuschung ist Geiger anzusehen. Schade! Nur Platz vier.

2. Durchgang: Der Norweger Marius Lindvik freut sich über 127 Meter und Platz 2, damit verdrängt er Raimund.

2. Durchgang: Der Österreicher Manuel Fettner muss kurz warten, bevor er losdarf. Die 123,5 Metern sind enttäuschend für ihn.

2. Durchgang: Der Österreicher Jan Hoerl macht aus schlechten Verhältnissen das Beste und springt 127,5 Meter – Platz 3.

2. Durchgang: Pius Paschke schafft 130,5 Meter, das reicht vorerst für den vierten Rang.

2. Durchgang: Philipp Raimund, Zehnter nach dem ersten Durchgang, zeigt eine gute Leistung und jubelt über 135 Meter. Der 23-jährige Deutsche ist Zweiter hinter Kos.

2. Durchgang: Lovro Kos setzt sich mit 139,5 Metern in Führung.

2. Durchgang: Jetzt kommt der erste Deutsche im zweiten Durchgang. Stephan Leyhe hat leider Rückenwind und landet bei 119 Metern – nur Platz 10. Pech!

2. Durchgang: Johann Andre Forfang muss nochmal runter vom Balken. Es geht eine Luke runter. Trotzdem bringt es der Norweger auf 136,5 Meter.

2. Durchgang: Simon Ammann jubelt! Der Schweizer schafft 134 Meter.

2. Durchgang: Das ging weit! Peter Prevc geht mit 138 Metern in Führung.

2. Durchgang: Der Norweger Daniel Andre Tande erreicht 125 Meter – Platz 5.

2. Durchgang: Kamil Stoch, der letzte Pole, geht mit 133 Metern in Führung.

2. Durchgang: Der Österreicher Daniel Tschofenig legt mit 133,5 Metern nach.

2. Durchgang: Domen Prevc setzt sich mit 133,5 Metern in Führung.

2. Durchgang: Die Verhältnisse sind gut, es gibt viel Anlauf. Dawid Kubacki springt auf 130 Meter.

2. Durchgang: Weiter geht es mit den besten 30 Springern.

1. Durchgang: Die Hoffnung auf den Auftaktsieg wächst. Andreas Wellinger liegt nach dem ersten Durchgang klar vorne und hat sich eine Top-Ausgangsposition verschafft. Auch Karl Geiger schielt als Vierter noch aufs Podium.

Traumstart in Oberstdorf: Wellinger in Führung

1. Durchgang: Andreas Wellinger, der beste Springer der Qualifikation, fliegt ganz, ganz weit. 139,5 Meter, das ist die größte Weite des Tages. Der Jubel bei Wellinger und dem Publikum ist riesig.

1. Durchgang: Karl Geiger hat gute Bedingungen, Sven Hannawald fiebert als Co-Kommentator mit. Der Deutsche macht einen weiten Satz und jubelt. Das sind 133,5 Meter – Platz drei.

1. Durchgang: Peter Prevc springt 124,5 Meter, ein kleiner Rückschlag für den Slowenen.

1. Durchgang: Philipp Raimund springt weit, der Deutsche wird von den Fans frenetisch angefeuert. Er ist nicht ganz zufrieden, schafft es aber auf 128,5 Meter – Platz acht.

1. Durchgang: Der Norweger Johann Andre Forfang springt nur 123,5 Meter, das reicht aber, um sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren. Gleich kommt der Deutsche Philipp Raimund.

1. Durchgang: Der Österreicher Michael Hayboeck überrascht mit respektablen 131,5 Metern.

1. Durchgang: Stefan Kraft, der Mann, den es bei dieser Vierschanzentournee wohl zu schlagen gilt, springt starke 132,5 Meter – bei schlechteren Bedingungen.

1. Durchgang: Mitfavorit Ryoyu Kobayashi springt 134,5 Meter und setzt sich an die Spitze.

1. Durchgang: Der zweite Deutsche Pius Paschke muss lange auf seinen Sprung warten, der Balken wird zweimal heruntergesetzt. Paschke springt 127 Meter und schlägt den Japaner Junshiro Kobayashi (128,5 Meter), da er noch Bonuspunkte bekommt. Platz vier für den Deutschen.

1. Durchgang: Der Norweger Mariius Lindvik nutzt die Bedingungen und schafft starke 132 Meter.

1. Durchgang: Die Verhältnisse haben sich wieder stabilisiert, das Springen wird mit der nächsten Paarung fortgesetzt.

Springen unterbrochen: Wind sorgt für langes Warten

1. Durchgang: Das Springen ist derzeit wegen starkem Aufwind unterbrochen. Die Kampfrichter warten die Verhältnisse ab.

1. Durchgang: Der Österreicher Jan Hoerl, bester im Probedurchgang, bringt es auf 123,5 Meter.

1. Durchgang: Der erste deutsche Springer legt los: Stephan Leyhe setzt sich mit 123 Metern gegen den Polen Zniszczol durch.

1. Durchgang: Der Japaner Ren Nikaido springt starke 126,5 Meter.

1. Durchgang: Der dreimalige Vierschanzentournee-Sieger Kamil Stoch scheitert an Lovro Kos.

1. Durchgang: Manuel Fettner setzt sich mit 141 Punkten in Führung.

1. Durchgang: Der Titelverteidiger legt los: Halvor Egner Granerud springt nur auf 105,5 Meter. Der Norweger scheidet damit vorzeitig aus. Eine dicke Überraschung.

1. Durchgang: Der Schweizer Gregor Deschwanden schafft 124 Meter, die beste Weite des Tages bisher.Der Slowene Timi Zajc kann da bei 121 Metern nicht ganz mithalten.

1. Durchgang: Daniel Andre Tande setzt solide 119,5 Meter in den Schnee am Schattenberg. Der Italiener Alex Insam überflügelt den Norweger mit 121 Metern jedoch.

1. Durchgang: Simon Ammann startet in seine 25. Tournee. Und der 42-jährige Schweizer setzt sich mit seinen 119 Metern knapp gegen den Österreicher Daniel Tschofenig durch.

1. Durchgang: Dawid Kubacki schafft es lediglich auf 112 Meter – enttäuschend für den Tourneesieger von 2020 aus Polen. Es reicht gegen den Schweizer Killian Peier aber für den zweiten Durchgang.

START: Die Vierschanzentournee ist eröffnet. Der Pole Piotr Zyla springt auf 113 Meter. Das reicht, um sich gegen den US-Amerikaner Tate Frantz durchzusetzen.

Vierschanzentournee im Live-Ticker: 25.000 Fans in Oberstdorf sorgen für Tollhaus

Update vom 29. Dezember, 17.07 Uhr: In wenigen Minuten beginnt die 72. Vierschanzentournee. Die Stimmung in Oberstdorf ist schon jetzt herausragend. 25.000 Zuschauer jubeln den DSV-Adlern in der Arena am Schattenberg zu. Können die deutschen Skispringer den Heimvorteil nutzen?

Update vom 29. Dezember, 16.55 Uhr: Ein Auftaktsieg in Oberstdorf ist übrigens noch längst keine Garantie für den Triumph bei der Vierschanzentournee. Nur zwölf von 25 Springer kamen seit 1998/99 durch und holten den Gesamtsieg. Bei den vergangenen zwei Auflagen schafften der Japaner Ryoyu Kobayashi (2021/22) und der Norweger Halvor Egner Granerud (2022/23) aber jeweils den Start-Ziel-Sieg.

Ernüchternd ist die Quote bei den deutschen Springern: Von zehn Oberstdorf-Siegern seit 1992 setzte sich letztlich nur Sven Hannawald 2001/02 im Gesamtklassement durch. Zuletzt hatte Karl Geiger 2020 gewonnen und am Ende Platz zwei in der Gesamtwertung belegt.

Update vom 29. Dezember, 16.50 Uhr: Das macht Lust auf mehr: Alle fünf deutsche Skispringer haben sich für das Auftaktspringen in Oberstdorf qualifiziert. In den 25 K.o.-Duellen des ersten Durchgangs, in denen sich die jeweiligen Sieger und die fünf besten Verlierer für den zweiten Durchgang qualifizieren, kommt es zu folgenden Paarungen mit deutscher Beteiligung (in Klammern die Position in der Qualifikation):

Andreas Wellinger (Ruhpolding/1.) Kasperi Valto (Finnland/50.)
Karl Geiger (Oberstdorf/2.) Erik Belshaw (USA/49.)
Philipp Raimund (Oberstdorf/4.) Swijatoslaw Nasarenko (Kasachstan/47.)
Pius Paschke (Kiefersfelden/9.) Junshiro Kobayashi (42.)
Stephan Leyhe (Willingen/12.) Aleksander Zniszczol (39.)

Vorbericht: Oberstdorf – Die Hoffnung bei den DSV-Adlern ist so groß wie lange nicht mehr: 22 Jahre nach dem letzten Triumph bei der Vierschanzentournee durch Sven Hannawald haben die deutschen Skispringer allen Grund, an den Sieg zu glauben. Andreas Wellinger, Karl Geiger & Co. befinden sich in Topform. Der Grundstein soll beim ersten von vier Springen in Oberstdorf gelegt werden.

Wellinger und Geiger dominieren Qualifikation: DSV-Adler hoffen auf Tourneesieg

Am Freitag (29. Dezember, 17.15 Uhr) startet die 72. Vierschanzentournee. In der Qualifikation am Vortag setzten Wellinger mit Platz eins, Karl Geiger mit Platz zwei und Philipp Raimund mit Platz vier auf der Schattenberg-Schanze das erste Ausrufezeichen. „Das ist das, was uns gerade ausmacht. Wir marschieren als Team miteinander vorwärts“, sagte Wellinger. „Wir sind auf einem sehr guten Weg.“ Für einen missglückten Tourneestart müssten sich die deutschen Topspringer schon „selbst auf den Füßen stehen“.

„Wir können selbstbewusst und mit breiter Brust reingehen“, sagte Lokalmatador Geiger – auch, wenn er nicht ganz so euphorisch klingt wie Wellinger. „Es war auf jeden Fall wichtig, gut reinzukommen“, sagte der 30-Jährige nach der Qualifikation. „Von einem geplatzten Knoten würde ich noch nicht sprechen. Morgen starten wir alle mit null Punkten.“ Aufregung gibt es hingegen um Geigers ehemaligen Zimmerpartner, der einst nah dran war, die Tournee zu gewinnen. Die Rede ist von Markus Eisenbichler, der in diesem Jahr im Kader fehlt, und der sich heftige Kritik vom ehemaligen Sieger Sven Hannawald gefallen lassen musste.

Hannawald-Kritik an Eisenbichler: DSV-Adler fehlt bei Vierschanzentournee

„Für Markus gilt, entweder aufzuwachen oder beim eigenen Weg zu bleiben. Dann wird aber das Karriereende relativ nah sein“, sagte Hannawald bei sportschau.de und warf dem 32-Jährigen Sturheit vor. Es sei „schwierig, ihn vom richtigen Weg zu überzeugen. Weil er immer denkt, nur er selbst ist auf dem richtigen Weg.“ Eisenbichler, der schon in der vergangenen Saison große Schwankungen gezeigt hatte, war wegen mangelnder Leistungsstärke und Konstanz von Bundestrainer Stefan Horngacher nicht für das deutsche Weltcup-Team nominiert worden. Horngacher hatte zuletzt ebenfalls Unverständnis über die Entwicklung des einstigen Topstars und Tourneezweiten geäußert.

„Was Stefan Horngacher jetzt auch nach außen lässt, sind Dinge, die schon länger schwer zu tragen waren“, sagte Hannawald über Eisenbichler: „Ich bin auch sehr negativ überrascht. Ich habe ihn bei einem der letzten Herbst-Lehrgänge gesehen. Was ich da gesehen habe, war super. Ich habe auch viele Fragezeichen. Er dreht sich im Kreis und steht sich auf den Füßen. Die Trainer haben für ihn alles getan. Es ist jetzt an ihm, aufzuwachen.“ Eisenbichler, der im Sommer seine Ausbildung für den gehobenen Polizeidienst beendet hatte, war zuletzt mit dem deutschen B-Team im Continental Cup angetreten, hatte dabei aber in vier Springen jeweils die Top 10 teils deutlich verpasst.

Vierschanzentournee live: 1. Springen in Oberstdorf – Hannawald-Ärger um DSV-Adler

Geiger muss seit dieser Saison nun ohne seinen ehemaligen Zimmerkollegen Eisenbichler auskommen. Dass sein enger Freund nicht mehr zum Weltcup-Team gehört, macht ihm zu schaffen. „Wir haben viel Kontakt tatsächlich, schreiben immer wieder einiges und telefonieren. Man ist nicht nur Zimmerkollege, da entwickelt sich auch eine Freundschaft über die Jahre“, erzählte Geiger. Dass es trotzdem funktionieren kann, hat der Tourneezweite von 2021 bereits mehrfach bewiesen. Verfolgen Sie die Vierschanzentournee am Freitag, ab 17.15 Uhr, hier im Live-Ticker. (ck)

Auch interessant