Sternspritzer vor Grazer Bar, dann Flammeninferno

In den frühen Montagmorgenstunden ein Lokal in der Grazer Innenstadt zu brennen begonnen, ein Todesopfer und 20 zum Teil Schwerverletzte gefordert hatte, wurden nun neue Details bekannt. Wie die „Krone“ erfuhr, dürften Sternspritzer, die vor dem Lokal gezündet wurden, zu dem tödlichen Inferno geführt haben. Die Identität der Verstorbenen ist zudem geklärt. 

In einem Lokal in der Grazer Sporgasse ist in der Silvesternacht gegen 4.00 Uhr ein Brand ausgebrochen. 21 Gäste wurden so schwer verletzt, dass sie in ein Spital kamen.

Junge Frau starb noch im Lokal
Drei Personen mussten intensivmedizinisch betreut werden, eine junge Frau starb bei dem Brand. Ihre Identität ist mittlerweile geklärt. Es handelt sich um eine 21-Jährige aus dem Bezirk Mödling, die Angehörigen wurden verständigt.

Verbrennungen und Rauchgasvergiftungen
Der Brand war im Eingangsbereichs der Bar ausgebrochen und breitete sich auf die Einrichtung und Dekoration aus. Die Rauchentwicklung dürfte stark gewesen sein und für die vielen Verletzten gesorgt haben, hieß es in einer weiteren Polizei-Aussendung am Montagnachmittag. Die Verletzten hatten Rauchgasvergiftungen und Verbrennungen erlitten.

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Technischer Defekt ausgeschlossen
Mittlerweile wurde bekannt: Eine technische Brandursache wurde ausgeschlossen. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer eine „subjektive Ursache“ hatte, die Hinweise verdichten sich, dass es sich dabei um Sternspritzer und andere kleine Feuerwerkskörper gehandelt haben soll. Videoaufnahmen, die auf der Facebook-Seite des Klubs veröffentlicht wurden, zeigen, wie diese von Feiernden vor dem Lokal gezündet wurden.

Zeugen gesucht
Erste Befragungen haben bisher keine neuen Erkenntnisse gebracht, sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig. Die Polizei bittet daher nun mögliche Zeugen, sich zu melden. 

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