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Angesichts des Höhenflugs der UBS-Aktie hat ein Topmanager der Grossbank Kasse gemacht: Ein exekutiver Verwaltungsrat oder ein Mitglied der Geschäftsleitung hat am Donnerstag 182’372 UBS-Aktien verkauft und damit 4,76 Millionen Franken eingestrichen.

Das ist der grösste Aktienverkauf eines UBS-Spitzenkaders seit dem 23. Mai 2022, als Titel für 4,87 Millionen veräussert worden waren, wie aus Angaben der Regulierungsstelle der Schweizer Börse SER vom Freitag hervorgeht.

Der jetzige Verkauf fand bei einem Aktienkurs von 26.12 Franken statt. Hätte der Topmanager noch einen Tag gewartet, hätte er noch mehr Geld gemacht. Denn am (heutigen) Freitag ist der Aktienkurs der UBS weiter um über 4 Prozent auf 27.24 Franken gestiegen. Das ist der höchste Kurs seit Mai 2008, als die Finanzkrise einschlug. Der Titel profitierte von einer Hochstufung durch die US-Bank Morgan Stanley.

Wenige besitzen so viele Aktien

Viele Führungskräfte aus der Teppichetage gibt es nicht, die so viele Aktien besitzen. Für eine Transaktion dieses Ausmasses haben aus dem Verwaltungsrat nur Präsident Colm Kelleher sowie sein Vize Lukas Gähwiler genug Anteile. Und aus der Geschäftsleitung kamen lediglich Edmund Koh, Sabine Keller-Busse und Robert Karofsky dafür in Frage.

Es gilt aber zu beachten, dass die Angaben aus dem Geschäftsbericht von Ende 2022 stammen. Seither könnte es noch zu erheblichen Verschiebungen bei den Aktienpaketen der UBS-Manager gekommen sein. So wurden etwa im Geschäftsbericht für die meisten GL-Mitglieder hohe Bestände an Aktien ausgewiesen (bis zu 1 Million Stück), die damals noch nicht übertragen worden waren. Der neue Geschäftsbericht 2023 mit aktuellen Angaben zum Aktienbesitz der Topetage soll am 28. März veröffentlicht werden.

(sda/awp)