Sollte man eine Rednerin ausladen, die den Hamas-Terror als “Widerstand” verklärt? Nein, sagt die Hamburger Theaterintendantin Amelie Deuflhard. Hier erklärt sie, wieso.



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Amelie Deuflhard: Amelie Deuflhard, Intendantin der Kulturfabrik Kampnagel
Amelie Deuflhard, Intendantin der Kulturfabrik Kampnagel
© Julia Steinigeweg

Bei Kampnagel, einem der vier Staatstheater in Hamburg, beginnt am Abend des 25. Januar das Klimafestival “How low can we go?”. Zum Auftakt spricht die britische Aktivistin Zamzam Ibrahim. Dieser Auftritt ist umstritten, nachdem bekannt wurde, dass Ibrahim in einem Social-Media-Posting nach den Terroranschlägen der Hamas in Israel mit religiösem Pathos von “Machthabern” und “Unterdrückten” schrieb sowie vom “Widerstand”, der “in unseren Händen” liege. Hamburgs Antisemitismusbeauftragter Stefan Hensel sowie die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft übten daraufhin scharfe Kritik an Kampnagel. Im Interview erklärt die Intendantin Amelie Deuflhard, warum sie Zamzam Ibrahim trotzdem bei sich auftreten lassen möchte – zumindest digital.