Lukas Habeler

Lukas Habeler ist seit 2010 bei der Generali und folgt nun auf Alexander Fehringer, der die Funktion des Steirischen Landesdirektors übernahm.

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Michael Föls

Der Wiesener Lukas Habeler, in jungen Jahren Fußballprofi, ist seit kurzem Landesdirektor der Generali im Burgenland.

Lukas Habeler stieß nach seinem Studium im Jahre 2010 zur Generali, bis 2013 war er Außendienstmitarbeiter in der Geschäftsstelle Wiener Neustadt. Wenig später wechselte Habeler innerhalb des Unternehmens in die Generali Academy, wo er vier Jahre als Trainer tätig war. „Aufgrund meines Lehramtsstudiums fand ich diese Aufgabe sehr reizvoll“, so Habeler.

Danach erhielt er das Angebot, als Leiter des Vertriebsgebiets Burgenland Nord zu fungieren. „Ich habe die Chance ergriffen, so oft bekommt man nicht die Möglichkeit, eine Führungsposition zu bekleiden“, berichtet Habeler. Diese Funktion übte er bis Ende des vergangenen Jahres aus, ehe die Stelle des Landesdirektors vakant wurde und nach erfolgreichem Hearing die Wahl auf Habeler fiel. Ihm ist bewusst: „Es werden verstärkt repräsentative Aufgaben auf mich zukommen. Ich werde natürlich auch den Kontakt zu unseren Großkunden intensivieren“, erläutert der 43-Jährige.

Die Arbeitswelt ist im Wandel, welche Herausforderungen kommen auf die Versicherungsbranche hinzu?

„Mittlerweile zählt es zu den herausforderndsten Aufgaben, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu rekrutieren und langfristig zu halten. Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ist zu einem Risikofaktor für die gesamte Wirtschaft geworden – davon ist die Versicherungsbranche nicht ausgenommen“, so Habeler, um weiter auszuführen: „Wir sind laufend auf der Suche nach neuen Talenten – sowohl im Innendienst als auch im Außendienst. Um am Arbeitsmarkt zu punkten, ist ein attraktives Gesamtpaket wichtig. Darum bieten wir innovative und vor allem flexiblere Arbeitsmodelle. Mit der neuen Möglichkeit, auch Teilzeit im Außendienst zu arbeiten, schaffen wir eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“

Künstliche Intelligenz ist ein Thema, das viele Bereiche betrifft. Wie geht die Generali damit um? „Die Generali gehört im Bereich Digitalisierung zu den Vorreitern der Versicherungsbranche. Im Branchenvergleich haben wir bereits frühzeitig unsere IT-Landschaft modernisiert und tun uns daher leichter, durchgängige und kundenorientierte Projekte zu realisieren. Dennoch befinden wir uns in einem Berufsfeld, in dem die persönliche Beratung eine wichtige Rolle spielt. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Dort, wo es menschelt, ist Empathie vorhanden. Das wird KI nie abbilden können.“

In jungen Jahren war der Fußball ein wichtiger Bestandteil in Habelers Leben. Vom Nachwuchs in seiner Heimatgemeinde wechselte er in die „Südstadt“, dem Nachwuchsleistungszentrum von Admira Wacker. Mit 17 Jahren erhielt er dort einen Jungprofivertag, weitere Fußballstationen in der 1. Division (zweithöchste österreichische Leistungsklasse), der Regionalliga (dritthöchste Leistungsklasse) sollten folgen.

„Der Fußballsport hat mich sehr stark für mein Arbeitsleben geprägt. Wenn du im Vertrieb arbeitest, ist es so ähnlich, als würdest du bei einer Fußballmeisterschaft antreten. Du arbeitest über das ganze Spieljahr, schaust dass du ‘top’ bist. Mir war immer wichtig, dass man bis zum Schluss alles gibt und natürlich will man immer gewinnen. Man muss jedoch auch respektieren, wenn andere besser sind und dies dann auch wertschätzend kommunizieren und zur Kenntnis nehmen. Wenn wir einmal Dritter geworden sind, habe ich dies nicht als Niederlage betrachtet und habe akzeptiert, dass dieses Mal zwei andere besser waren“, so Habeler.

Seinen Führungsstil bezeichnet Habeler als „kooperativ. Auch hier kann ich wieder Parallelen zum Fußballsport ziehen. Du kannst zwar ein guter Einzelspieler sein, allein gewinnst du aber trotzdem kein Match. Meister wirst du nur mit einem Team, bei dem alle einen gewissen Beitrag leisten. Gerade dieser Ansatz ist mir im beruflichen Kontext wichtig: Meine Mitarbeiter wissen, dass sie in den Entscheidungsprozess miteingebunden werden und ich ihnen Verantwortung übertrage. Das schafft Vertrauen, das gleichzeitig den Zusammenhalt stärkt.“