Selina Grotian hat ihre Stellung als Biathlon-Ausnahmetalent einmal mehr unterstrichen. In Soldier Hollow war sie bei schwierigen Bedingungen beste Deutsche. Für die Top-10 reichte es aber nicht.

Selina Grotian und Soldier Hollow – das passt einfach zusammen: Die erst 19-jährige Biathletin aus Bayern hat am Freitag (Ortszeit) beim Weltcup-Sprint im US-Bundesstaat Utah den 13. Platz belegt und war damit beste Deutsche.

Auf der Olympia-Anlage von 2002, die auf etwa 1.800 Metern liegt, schoss Grotian am Schießstand einmal vorbei, womit sie einmal in die Strafrunde musste. Mit über eineinhalb Minuten Rückstand auf die Siegerin Justine Braisaz-Bouchet (ebenfalls eine Strafrunde) war sie dennoch deutlich schneller als ihre Kolleginnen aus dem Team des Deutschen Skiverbandes (DSV).

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Zweite hinter Braisaz-Bouchet wurde Ingrid Landmark Tandrevold (0 Strafrunden/+13,4 Sekunden) aus Norwegen vor der Französin Lou Jeanmonnot (0/+19,2 Sekunden).

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Toptalent Grotian, die in Soldier Hollow vor zwei Jahren bei der Jugend-Weltmeisterschaft eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille holte, war mit ihrem Auftritt sehr zufrieden – zumal sie zuvor Probleme gehabt hatte.

“Meine Motivation war ziemlich klein, als ich die Streckenbedingungen gesehen habe”, sagte Grotian im Ziel der ARD, um dann zu resümieren: “Besser hätte es im Rennen nicht sein können.”

Auch Vanessa Voigt (1/+2:34,8 Minuten) haderte nach Rang 36. “Es ist nicht so, dass ich körperlich erschöpft bin, sondern mental”, sagte die 26-Jährige aus Thüringen: “Die Saison nagt an den Kräften.”

DSV-Debütantin Julia Kink (2/+2:44,6), die in der vergangenen Woche bei der Junioren-WM in Estland jeweils Gold im Massenstart und mit der Frauen-Staffel gewonnen hatte, wurde in ihrem ersten Weltcuprennen 42. Sophia Schneider (3/+3:01,2) erreichte Platz 48, Johanna Puff (3/+3:42,0 Minuten) landete auf dem 65. Rang.