In den kommenden Sommerferien steht burgenländischen Kindern und Jugendlichen ab dem letzten verpflichteten Kindergartenjahr bis zur 8. Schulstufe an 21 verschiedenen Standorten im Burgenland wieder ein reichhaltiges Lern- und Ferienangebot zur Verfügung. Unter dem Motto “Fit4Future – Mehr als Lernen” bietet das Land im August im Rahmen der Lern- und Feriencamps den Kindern eine pädagogisch wertvolle Lernbegleitung und zahlreiche Workshops zur Talente- und Begabungsförderung an.

Gols Fit4Future

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Klaus Zwinger


Neuerungen sind in diesem Jahr ein Schwimmunterricht, Sprachbildung in Englisch und den burgenländischen Volksgruppensprachen Kroatisch, Ungarisch und Romanes. Weiters rückt neben dem bewährten Programm an Bewegung und Kreativität heuer verstärkt die musikalische Ausbildung in den Mittelpunkt. Bildungslandesrätin Daniela Winkler sagte anlässlich der Präsentation: “Die Lern- und Feriencamps im Burgenland sind die größte Betreuungs- und Bewegungsoffensive im Land.

Darüber hinaus werden alle Altersgruppen, von der Transition, dem Umstieg vom Kindergarten in die Volksschule, bis zur Berufsinformation, ihren Bedürfnissen entsprechend unterstützt. Es ist uns wichtig, dass wir die Familien dadurch nicht nur finanziell entlasten, sondern auch einen wichtigen Beitrag für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten.”

Während am Vormittag Lernen im Vordergrund steht, finden am Nachmittag Interessens- und Begabungsworkshops statt: Fit4Art (Förderung von Kreativität), Fit4TryOut (Regionales Freizeit- und Betätigungsangebot forcieren), Fit4Science (Naturwissenschaften), Fit4Ballsport (Ballsportarten) und Fit4Life (Fähig- und Fertigkeiten für den Alltag). Als größte Kooperationspartner konnten neben den Dachsportverbänden (ASKÖ, Union und ASVÖ) auch der Müllverband, das Volksliedwerk und der Burgenländische Blasmusikverband gewonnen werden. Die Schwerpunkte wurden für dieses Jahr mit Schwimmen, Musik und Sprachen (Volksgruppensprachen und Englisch) neu gesetzt.

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Bildungslandesrätin Daniela Winkler.

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“Am Beginn stand die Intention, Lernen und Ferienbetreuung mit Spiel, Spaß und Sport zu vereinen. Das Ergebnis ist ein erfolgreiches Konzept, das wir ständig weiterentwickeln und auf das der Bund sowie andere Bundesländer aufmerksam wurden”, erklärt die Bildungslandesrätin.

„In den Camps ist die Sommerschule des Bundes integriert. Die Vielfalt der interessanten Betätigungsfelder wird von den regionalen Organisationen und Vereinen ergänzt, indem sie ein Programm für die Kinder und Jugendlichen anbieten und zugleich Einblick in ihre Arbeit oder ihre Ziele gewähren. Das ist für Vereine eine gute Plattform, sich zu präsentieren und die Jungen für ihre Ziele zu begeistern und zu gewinnen. In gleicher Weise können sich die Mittelschulen an den Standorten den Volksschülern als zukünftige Bildungseinrichtung vorstellen.“

Die Lern- und Feriencamps sind an den insgesamt 21 Standorten Arbeitgeber und bieten jungen Menschen die Gelegenheit für einen Ferienjob als Betreuer:innen. Insbesondere sind dazu die SchülerInnen der Bundesanstalt für Elementarpädagogik sowie die Studierenden der Pädagogischen Hochschule eingeladen. Die Kinder werden in den Camps in allen Bereichen von qualifizierten Trainer:innen und Betreuer:innen begleitet. Zudem stützen wir regionale Versorger, indem die Lebensmittel für die Vollverpflegung, die den Richtlinien „Gesunde Kinder Burgenland“ entspricht und wie in den Kindergärten einen fünfzigprozentigen BIO-Anteil aufzuweisen hat, aus der Region bezogen werden.

Zielgruppe für die LuFC sind Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur achten Schulstufe. Kinder im verpflichtenden Kindergartenjahr, die vor einem Wechsel in die Volksschule stehen, werden ebenso betreut und speziell auf den Schuleintritt vorbereitet.

Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz unterstreicht die Vorteile der Implementierung der Sommerschule in die Camps: „Lernen, Spiel, Spaß und Sport, das sind die vier Säulen der burgenländischen Lern- und Feriencamps. Das Bildungsland Burgenland hat die Bandbreite an Angeboten für interessierte Schülerinnen und Schüler für die bevorstehenden Camps erneut erweitert und bietet nun nicht nur ein kunterbuntes Ferienprogramm, sondern auch eine ganztägige Betreuungs- und Lernform, die österreichweit ihresgleichen sucht. Ich sage Danke für die großartige Umsetzung in den burgenländischen Schulen und wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine unvergessliche Zeit“, so Bildungsdirektor Mag. Heinz Josef Zitz.

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Heinz Josef Zitz’ letzte Pressekonferenz als Bildungsdirektor.

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Für Projektleiter Daniel Karacsonyi sind unter anderem die Erreichbarkeit und die Infrastruktur der Standorte wichtige Kriterien: “Es ist uns gelungen eine flächendeckende Abdeckung zu realisieren, durch die Kinder eine maximale Anreise von 25 Minuten haben. Weiters freut es mich, dass die Hälfte der Standorte auch Bäder haben und damit Fit4Swim angeboten werden kann. Eine nennenswerte Besonderheit im Burgenland ist die Transition KiGa – Schule.“

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Projektleiter Daniel Karacsonyi.

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Der Golser Bürgermeister Kilian Brandstätter bezeichnet die Camps als eine wertvolle Initiative, die seine Gemeinde gerne unterstützt: “Es freut mich, dass Gols ein neuer Standort der LuFC ist. Damit haben die Golser:innen eine weitere Möglichkeit der Ferienbetreuung. Mit unserem Freibad gegenüber der Schule bieten wir optimale Voraussetzungen.“

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Bürgermeister Kilian Brandstätter.

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Organisiert werden die Lern- und Feriencamps von der Gästehäuser Burgenland GmbH, Veranstalter der Sommerschule ist die Bildungsdirektion Burgenland. 2023 gab es rund 2.700 Anmeldungen.

Anmeldungen sind ab sofort unter lerncamp.com möglich.

Mit “fit4diversity” wird in den Sommerferien an weiteren sieben Standorten im Burgenland eine Betreuung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen angeboten werden. Diese werden in Kürze vorgestellt.