Der Vermögensverwalter Julius Bär musste wegen Signa-Krediten einen Gewinneinbruch von 52 Prozent für 2023 melden. Nun spüren auch die Manager Konsequenzen für die Kreditvergabe an René Benko.

Julius-Bär-Manager bekommen die Kreditverluste des Schweizer Vermögensverwalters in Zusammenhang mit dem Skandal um René Benko in der eigenen Brieftasche zu spüren. Die Gesamtvergütung 2023 des inzwischen zurückgetretenen Konzernchefs Philipp Rickenbacher sinke auf 1,7 Millionen Franken (umgerechnet 1,7 Millionen Euro) von sechs Millionen Franken im Vorjahr. Das war dem am Montag veröffentlichten Bär-Geschäftsbericht zu entnehmen. 

Rickenbacher wie auch fünf weiteren an Kreditentscheidungen involvierten Managern habe Bär die Boni gestrichen. Die Gesamtvergütung für die zehn Mitglieder der Geschäftsleitung sei auf 13 Millionen Franken gesunken, umgerechnet 13,5 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte sie 35,5 Millionen Franken betragen.

Bär hatte Anfang Februar Kredite an René Benkos Signa im Volumen von 586 Millionen Franken vollständig abgeschrieben und für 2023 einen Gewinneinbruch von 52 Prozent auf 454 Millionen Franken gemeldet.

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