Im März oder April Darum fällt Ostern immer auf ein anderes Datum

Warum ist Ostern immer wann anders?
In wenigen Tagen feiern Christen das Osterfest. (Symbolbild) Foto: IMAGO/Karina Hessland/IMAGO/KH

Von Ende März bis Ende April – das Osterdatum kann um mehr als einen Monat variieren. Woran liegt das und wie kann man das Osterdatum bestimmen?

Katharina Eisenbarth

26.03.2024 – 08:38 Uhr

In Baden-Württemberg haben gerade die Ferien begonnen. Denn Ostern steht vor der Tür. Warum findet das christliche Fest jedes Jahr an einem anderen Datum statt?

Das Osterfest richtet sich nach dem ersten Frühlingsvollmond. Diese Regelung besteht schon seit mehr als 1000 Jahren, seit dem Konzil von Nicäa im Jahre 325. Dabei wurde der Frühlingsanfang auf den 21. März festgelegt. Der erste Vollmond im Frühling bestimmt dann das Osterdatum. Am Sonntag danach findet immer das Osterfest statt.

Daraus ergibt sich, dass Ostern frühestens am 22. März und spätestens am 25. April gefeiert wird. Fällt der erste Frühlingsvollmond auf einen Sonntag, dann wird Ostern am darauffolgenden Sonntag gefeiert.

So liegt Ostern dieses Jahr

Während das Datum des Osterfests variiert, sind die Wochentage für die Ostertage fix. Das schlägt sich ja auch im Namen der Festtage nieder. An diesem Montag, 25. März, fand dieses Jahr der erste Frühlingsvollmond statt. Dementsprechend liegen die Osterfeiertage verhältnismäßig früh im Jahr:

  • Gründonnerstag: 28. März 2024
  • Karfreitag: 29. März 2024
  • Ostersonntag: 31. März 2024
  • Ostermontag: 1. April 2024

Die Osterzeit beginnt mit dem Ostersonntag und dauert 50 Tage bis einschließlich Pfingsten. Demnach fällt Pfingstmontag dieses Jahr auf den 20. Mai. Auch andere Feiertage hängen vom Osterdatum ab: Christi Himmelfahrt etwa findet 40 Tage nach Ostern statt, dieses Jahr am 9. Mai. Aschermittwoch liegt 46 Tage vor dem Ostersonntag.

Darum feiern orthodoxe Christen erst im Mai

Während bei Katholiken und Protestanten das Osterfest unmittelbar bevorsteht, feiern viele orthodoxe Christen Ostern dieses Jahr erst am 5. Mai. Das liegt daran, dass Ostkirchen sich immer noch nach dem julianischen Kalender richten. Denn die orthodoxe Kirche hat die Kalenderreform unter Papst Gregor XIII im Jahre 1582 nicht mitgemacht.

Beim julianischen Kalender beginnt das Jahr später als beim gregorianischen. Inzwischen liegt der julianische 13 Tage hinter dem gregorianischen Kalender. Demnach verschiebt sich auch das Osterfest nach hinten. Je nachdem, wann nach dem julianischen Kalender der erste Frühlingsvollmond stattfindet, kann die Differenz zwischen den Osterdaten bis zu fünf Wochen betragen. Hin und wieder führen die unterschiedlichen Kalender zu demselben Osterdatum. So wird es auch im kommenden Jahr ein gemeinsames Osterfest für alle Christen geben: Ostersonntag ist am 20. April 2025.