„Absolut verdient“ 

Profivertrag für BVB-Talent Wätjen – Scheitert Deal mit Paris Brunner?

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Dieser Artikel erschien in erster Fassung am 27.03.2024 um 08:48 Uhr und wurde nach der Vollzugsmeldung zu Kjell Wätjen und einer Stellungnahme Sebastian Kehls zu Paris Brunner aktualisiert.

Während das eine Offensivtalent bei Borussia Dortmund verlängert, sieht es bei einem anderen, Paris Brunner (18), nach baldigem Abschied aus. Einen Profivertrag erhielt Mittelfeldspieler Kjell Wätjen bei den Schwarz-Gelben, wie der Klub am Mittwoch vorangegangene Berichte bestätigte. Der 18-Jährige kommt in dieser Saison für die U19 des BVB wettbewerbsübergreifend auf 19 Scorerpunkte in 27 Partien.

„Kjell hat sich in den vergangenen Jahren toll entwickelt und sich diesen Schritt absolut verdient. In unserer U19 hat er sowohl in der Bundesliga als auch in der UEFA Youth League durch starke Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und sich kontinuierlich an den Profikader herangearbeitet“, erklärte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl. „Seine Entwicklung sehen wir noch lange nicht am Ende.“

Wätjens bisheriger Fördervertrag war bis 2025 datiert. Zuletzt soll einmal mehr RB Salzburg um seine Dienste geworben haben. Das neue Arbeitspapier als Lizenzspieler ist bis 2028 gültig. „Er ist einer von vielen talentierten Jungs, die in dieser Saison einen Wahnsinnsschritt gemacht haben“, sagte Dortmunds U19-Trainer Mike Tullberg zuletzt im Transfermarkt-Interview. „Kjell ist relativ frei in seinen Bewegungen. (…) Rafael Lubach und Danylo Krevsun sind mit dafür verantwortlich, dass Kjell mit seinem Tempo mit Ball und seiner besonderen Qualität in Umschaltsituationen so gut geworden ist. Er strahlt mittlerweile eine riesige Torgefahr aus, was in den Vorjahren noch ein Stück weit sein Problem war.“

BVB: Scheitert Einigung mit Paris Brunner am Gehalt? Kehl dementiert

Anders sieht es laut „Sport Bild“ bei Brunner aus. Dem Magazin zufolge liegt eine Einigung zwischen der Borussia und der Seite des deutschen U17-Weltmeisters in weiter Ferne. Sportdirektor Kehl habe Brunner und seiner Familie die finanziellen Rahmenbedingungen für einen Profikontrakt übermittelt. Diese sollen von den Forderungen von Seiten Brunners allerdings weit entfernt sein. Sportdirektor Kehl dementierte dies am Donnerstag deutlich: „Ehrlich gesagt gibt es Stand jetzt noch gar keine Forderungen der Familie“, sagte er (zum kompletten Bericht). Der Stürmer wünsche dem dementierten Bericht nach ein Einstiegsgehalt, das mehr als doppelt so hoch wie das übliche Nachwuchsspieler-Salär sein soll, welches bei rund 20.000 Euro im Monat liege. Worauf sich der BVB wohl keineswegs einlassen werde. Eine Trennung im kommenden Sommer sei deshalb möglich. Brunner ist wie zuvor Wätjen noch bis 2025 an den Klub gebunden.

Teuerste Teenager-Transfers deutscher Spieler

14 Leonardo Bittencourt | 2012/13 für 2,7 Mio. € von Cottbus zum BVB

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Alter damals: 18
Stand: Oktober 2023

1/14

13 Leonardo Bittencourt | 2013/14 für 2,8 Mio. € vom BVB zu Hannover

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Alter damals: 19

2/14

10 Lewis Holtby | 2009/10 für 3 Mio. € von Aachen zu Schalke

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Alter damals: 18

3/14

10 Sinan Kurt | 2014/15 für 3 Mio. € von Gladbach zu Bayern

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Alter damals: 18

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10 Fiete Arp | 2019/20 für 3 Mio. € vom HSV zu Bayern

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Alter damals: 19

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9 Timo Gebhart | 2008/09 für 3,2 Mio. € von 1860 München zum VfB

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Alter damals: 19

6/14

8 Leon Goretzka | 2013/14 für 3,25 Mio. € von Bochum zu Schalke

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Alter damals: 18

7/14

7 Neven Subotic | 2008/09 für 4,5 Mio. € von Mainz 05 zum BVB

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Alter damals: 19

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5 Mesut Özil | 2007/08 für 5 Mio. € von Schalke zu Werder

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Alter damals: 19

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5 Emre Can | 2013/14 für 5 Mio. € von Bayern zu Bayer 04

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Alter damals: 19

10/14

4 Jonathan Tah | 2015/16 für 7,5 Mio. € vom HSV zu Bayer 04

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Alter damals: 19

11/14

3 Bernd Leno | 2011/12 für 7,8 Mio. € vom VfB zu Bayer 04

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Alter damals: 19 | inklusive Weiterverkaufsbeteiligung

12/14

2 Savio Nsereko | 2008/09 für 8,5 Mio. € von Brescia zu West Ham

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Alter damals: 19

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1 Karim Adeyemi | 2018/19 für 10,1 Mio. € von Haching zu Salzburg

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Alter damals: 16 | inklusive Weiterverkaufsbeteiligung

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Brunner kommt 2023/24 auf eine Quote von 18 Treffern und drei Vorlagen in 24 Partien. „Ich pflege ein gutes und sehr vertrauensvolles Verhältnis zu Paris und seinem Umfeld“, meinte Tullberg bei TM. „Jeder Jugendliche und junge Fußballer ist anders. Im Leben geht es darum, aus seinen Fehlern zu lernen. Das ist das Wichtigste und darauf achte ich. Und wenn ein Fehler gemacht und sanktioniert worden ist, gilt es, nicht mehr darauf rumzuhacken, sondern so schnell wie möglich wieder Normalität einkehren zu lassen. Paris lässt sich nichts zu schulden kommen, gibt Gas, benimmt sich gut und ist Teil der Mannschaft.“ Brunner war im vergangenen Herbst im Rahmen einer disziplinarischen Maßnahme kurzzeitig suspendiert worden.

BVB-U19-Trainer Mike Tullberg im Transfermarkt-Interview

BVB-U19-Trainer Mike Tullberg im Transfermarkt-Interview



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