Berlinale

Der scheidende Festivalleiter und sein Programmchef Mark Peranson beanstanden den medialen und politischen Diskurs in Deutschland. Claudia Roth fordert Code of Conduct für die Kultur

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French-Senegalese filmmaker and actress Mati Diop celebrates with the Golden Bear for Best Film for the film ‘Dahomey’ with Berlinale Artistic Director Carlo Chatrian (R) and Head of programming Mark Peranson back stage during the awards ceremony of the 74th Berlinale International Film Festival, on February 24, 2024 in Berlin. (Photo by NADJA WOHLLEBEN / POOL / AFP)

Der scheidende künstlerische Berlinale-Leiter Carlo Chatrian und sein Programmchef Mark Peranson haben nach der umstrittenen Abschlussgala der Filmfestspiele die kritisierten Filmschaffenden am Freitag in Schutz genommen. Die Debatten der letzten Woche hätten gezeigt, dass deutsche Kulturinstitutionen “in großer Gefahr seien”. Das Festival habe den Dialog zelebriert, doch ab dem Zeitpunkt der Preisverleihung habe ein medialer und politischer Diskurs übernommen, der den Begriff Antisemitismus für politische Zwecke instrumentalisiert und die Meinungsfreiheit eingeschränkt habe.