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Von: Simon Mones

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In diesem Jahr soll Super E5 in Tschechien verschwinden. Die Umstellung auf E10 steht an. Was bedeutet das für die deutschen Autofahrer?

Autofahren ist ein teures Vergnügen – insbesondere dann, wenn man in Deutschland wohnt. Die Spritpreise hierzulande zählen mitunter zu den höchsten in ganz Europa. Kein Wunder also, dass viele Autofahrer in den Grenzregionen lieber in Ländern wie Polen tanken. Dort kosten Benzin und Diesel oftmals nur einen Bruchteil. Auch in Tschechien lässt sich Geld sparen, allerdings könnte das künftig schwieriger werden.

In diesem Jahr soll nämlich Super E5 von den Tankstellen in unserem Nachbarland verschwinden. Es wird auf E10 umgestellt. Der Kraftstoff wird seit 2019 in Tschechien verkauft, wie Czech-tourist.de berichtet. Der Grund für die Umstellung ist der Klimaschutz, schreibt die Freie Presse.

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Tschechien verkauft nur noch E10 – dem Klima zuliebe

„Ich denke, dass es im Laufe des Jahres 2024 an allen Tankstellen nur noch E10 geben wird“, sagt Jiří Ondra, Geschäftsführer der Tankstellenkette ONO dem tschechischen Medium Autosalon. Der Grund: Der tschechische Kraftstoffproduzent Čepro stellt seine Produktion um. So sollen Emissionen reduziert und EU-Vorgaben erfüllt werden.

Eine Orlen Tankstelle in Tschechien.

Auch Orlen wird künftig E10 statt Super E5 verkaufen. © CTK Photo/Imago

Neben ONO wollen auch die Ketten OMV, EuroOil und Shell E5 aus dem Angebot nehmen. Der polnische Konzern Orlen, der ebenfalls Tankstellen in Tschechien betreibt, verkauft ebenfalls nur noch E10. Man wolle bis 2050 klimaneutral sein, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bis 2030 sein eine Reduktion des Kohlendioxidausstoßes um 25 Prozent geplant.

E10 statt E5 tanken: Für viele Autos kein Problem

Tschechien ist jedoch nicht das einzige Land, in dem es kein E5 mehr gibt. In Belgien ist das bereits seit 2017 Super E10 statt E5 verkauft, wie Ostbelgiendirekt.be schreibt. Fahrzeuge, die kein E10 vertragen, können dort aber immer noch Super 98 tanken. Der Kraftstoff ist jedoch einige Cent teurer.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Für die meisten Pkw sollte die Umstellung jedoch kein Problem sein. Fahrzeuge, die ab November 2010 gebaut wurden, sollten den umstrittenen Biosprit in der Regel problemlos verkraften, erklärt der ADAC. Wer auf Nummer sichergehen will, sollte einen Blick ins Handbuch werfen oder sich beim Hersteller erkundigen. Diese führen Listen über die Unverträglichkeiten bei älteren Modellen. Doch auch viele Fahrer neuer Autos tanken immer noch das neuere E5. Lediglich 24 Prozent greifen zu dem seit 2011 in Deutschland erhältlichen E10. Inzwischen gibt es hierzulande bereits die erste E20-Tankstelle.

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