Mineralwasser zeichnet sich durch seinen hohen Mineralgehalt aus, da es ausschließlich aus tiefen und geschützten Quellen stammt, im Gegensatz zu Leitungswasser. Der Name allein deutet auf seine mineralreiche Natur hin.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Mineralwasser besser ist, denn prinzipiell würde Leitungswasser völlig ausreichen (siehe Ende des Artikels).

Um die Qualität des Mineralwassers in Deutschland zu bewerten, haben Fachleute von Stiftung Warentest und ÖKO-TEST eine Reihe von Tests durchgeführt. Dabei wurden verschiedene Aspekte wie Inhaltsstoffe, Geschmack und Herkunft gründlich untersucht und bewertet.

Lesetipp

Mineralwasser im Test: Diese Wasser wurden untersucht

Dabei haben sie neben bekannten und teuren Wasser-Marken auch Mineralwasser vom Discounter und Co. untersucht.

In den Tests wurden nicht nur sprudelndes Classic-Mineralwasser, sondern auch Medium-Mineralwasser und stilles Mineralwasser eingehend geprüft. Wir präsentieren hier übersichtlich die relevanten Ergebnisse.

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Mineralwasser: Die Sieger & Verlierer bei Stiftung Warentest

Classic-Mineralwasser

Für die Ausgabe 07/2022 hat die Stiftung Warentest 32 Sorten Classic-Mineralwasser untersucht. Das Ergebnis fällt insgesamt sehr positiv aus, denn gleich acht Marken schneiden „sehr gut“ ab. 17 weitere bekommen noch ein „gut“, sechs „befriedigend“ und nur die Marke Carolinen Classic bekommt ein „ausreichend“, was allerdings nicht am Testergebnis des Wassers selbst liegt, sondern an einer massiven Abwertung durch laut Stiftung Warentest nicht korrekter Deklaration beziehungweise Einhaltung des Bio-Labels der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser.

Die Bestnote des Tests ist eine 1,4, die gleich vier Marken erhalten:

  • Aquintus Classic
  • Lidl Saskia Classic
  • Penny Classic
  • Rewe Ja Classic

Mehr Informationen findest du in der umfangreichen News von CHIP.de
 

Medium-Mineralwasser

Die Stiftung Warentest hat zuletzt für die Ausgabe 08/2020 auch 16 Marken Medium-Mineralwasser getestet. Auch hier schneiden die meisten Marken „gut“ ab, aber nur eine Marke bekommt die Note „sehr gut“.

Die Top-3-Marken im Test der Stiftung Warentest

  • Basinus Medium
  • Reinsteiner Medium
  • Gerolsteiner Medium

Am schlechtesten schneidet die Marke Merkur Medium ab. Stiftung Warentest vergibt aber auch hier noch ein „befriedigend“. Kritische Inhaltsstoffe konnten im Test bei der Marke Mineau Medium festgestellt haben, in der Gesamtnote reicht es dennoch knapp für ein „gut“.

Alle getesteten Marken sowie Ergebnisse findest du kostenpflichtig bei Stiftung Warentest
 

Stilles Mineralwasser

Stiftung Warentest hat zuletzt 32 stille Mineralwasser getestet (08/2021). Das Ergebnis fällt dabei eher positiv aus, denn mit der Note „sehr gut“ schneiden immerhin acht Wassermarken ab, sechs hingegen erreichen nur „befriedigend“ oder schlechter. Die große Mehrheit bekommt also die Note „gut“.

Zu den besten Wassermarken gehören im Test der Stiftung Warentest:

  • Fürst Bismarck Still
  • Kaufland K-Classic Still
  • Lichtenauer Mineralquellen Pur
  • Aqua Vitale Naturelle
  • Lidl Saskia Still
  • Penny Elitess Still
  • Rewe Ja still

Die Top-3-Verlierer bei Stiftung Warentest sind:

  • Healsi
  • Voss Artisan water from Norway
  • Rieser Urwasser Bio still

Trotz der Note „gut“ geraten aber auch die Marken Volvic und Adelholzener naturell in Kritik, da die Stiftung Warentest hier eine erhöhte Konzentration kritischer Stoffe festgestellt hat.

Mehr Informationen findest du in der umfangreichen News von CHIP.de

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Mineralwasser: Die Sieger & Verlierer bei ÖKO-TEST

Classic-Mineralwasser

ÖKO-TEST hat zuletzt für die Ausgabe 07/2021 spritziges Mineralwasser getestet. Positiv: Rund die Hälfte der Wassersorten schneidet im Test „sehr gut“ ab. Zwei Sorten erhielten allerdings die Note 5, unter anderem aufgrund eines erhöhten Chromatgehalts. Weitere Sorten erzielten lediglich ein „ausreichend“, da auch hier Schwermetallbelastungen und Pestizidabbauprodukte nachgewiesen wurden.

Zu den besten Wassersorten (classic) im Test der ÖKO-TEST gehören:

  • Adelholzener Classic
  • Franken Brunnen Spritzig
  • Gerolsteiner Sprudel
  • Aqua Römer Classic
  • Aquintus Classic

Zu den schlechtesten Wassersorten (classic) im Test der ÖKO-TEST gehören:

  • San Benedetto
  • San Pellegrino
  • Salvus Mineralwasser Classic
  • Rudolf-Quelle Spritzig

Mehr Informationen findest du in der umfangreichen News von CHIP.de
 

Medium-Mineralwasser

Auch Medium-Mineralwasser hat ÖKO-TEST genau unter die Lupe genommen. Rund die Hälfte der Marken schneidet dabei mit „sehr gut“ ab. Vier Wassermarken fallen allerdings durch. Bei den abgewerteten Wassersorten hat Öko-Test etwa Spuren von Pestiziden, Uran, Bor und Nitrat gefunden.

Zu den besten Wassersorten (medium) im Test der ÖKO-TEST gehören:

  • Mineau Medium
  • K-Classic Natürliches Mineralwasser Medium
  • Lidl Saskia Medium

Zu den schlechteste Wassersorten (medium) im Test der ÖKO-TEST gehören:

  • Anhaltiner Bergquelle Medium
  • Brohler Medium
  • Naturpark Quelle Medium
  • Apollinaris Medium

Mehr Informationen findest du direkt bei ÖKO-TEST.
 

Stilles Mineralwasser

Stilles Mineralwasser hat ÖKO-TEST für die Ausgabe 10/2020 getestet. Von den 98 Wassermarken schneiden viele „sehr gut“ oder „gut“ ab. Allerdings finden die Tester bei einigen Sorten auch Belastungen mit unter anderem Schwermetall, was entsprechend zu Abwertungen führt.

Zu den besten Wassersorten (still) im Test der ÖKO-TEST gehören:

  • Auenwald Naturelle
  • Mineau Naturelle
  • K-Classic Mineralwasser Still
  • Lidl Saskia Still

Zu den schlechtesten Wassersorten (still) im Test der ÖKO-TEST gehören:

  • Merkur Still
  • Evian
  • Volvic

Mehr Informationen findest du direkt bei ÖKO-TEST.

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Unterschiedliche Testergebnisse: So kommen sie zustande

Die Bewertung einer bestimmten Wassersorte hängt unter anderem davon ab, wann der Test durchgeführt wurde und welche Schwerpunkte dabei gesetzt wurden. Zum Beispiel können Wassersorten bei einem Test abgewertet werden, wenn sie sich innerhalb der gesetzlich festgelegten Grenzwerte für Schwermetallbelastung befinden, während ein anderer Test möglicherweise keine schlechteren Noten vergibt oder zumindest nicht so streng urteilt, basierend auf den gesetzlichen Grenzwerten.

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